Fazit: Hammer Tour, tolle Strecke, super Truppe. Und knapp 850 Kilometer und 20.000 Höhenmeter in sieben Tagen. Die GPS-Daten der einzelnen Etappen gibt es gerne auf Anfrage.
Renn- und Reiseberichte, Tests und News rund ums Biken und Rennradfahren
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Samstag, 15. August 2015
Von Meer zu Meer: einmal mit dem Rennrad über die Pyrenäen.
Südfrankreich Ende Juni, hier ist schon richtig Sommer. Blauer Himmel, kein Windhauch sorgt für Abkühlung, heiß glüht der Asphalt. Plötzlich ein Schatten, etwas Großes schiebt sich vor die Sonne, über uns kreist ein Geier. Ein bisschen früh für meinen Geschmack, wir sind erst kurz unterwegs und noch längst nicht so am Ende unserer Kräfte, als das wir als Vogelfutter taugen würden. Wir, das sind ein paar Guiltys, die sich vorgenommen haben, eine Woche lang die härtesten Pässe der Pyrenäen zu rocken. Gestartet sind wir vor zwei Tagen am Mittelmeer in Perpignan, noch müde und erschlagen von einer langen Zugfahrt von Frankfurt/Main. Mittlerweile sind die ersten Pässe längst überwunden, auch die Etappenorte Prades und Ax-les-Thermes liegen hinter uns. Jetzt sind wir kurz vor dem Plateau de Beille, dem ersten wirklichen Höhepunkt der diesjährigen Tour. Aus dem Bergzeitfahren klinke ich mich erst mal aus, ich will die Landschaft genießen und noch ein paar Fotos schießen. Aber bevor mich der Geier doch noch holt, gebe ich sicherheitshalber noch mal Gas und schließe wieder zum Rest der Truppe auf. Oben wartet unser Begleitfahrzeug – freiwillige Fahrer vor! – wir verpflegen uns und bemalen dann die Straße: unsere Begrüßung der Tour de France, die hier ein paar Tage später ebenfalls Station macht. Eine rasende Abfahrt und zwei Pässe später rollen wir in Seix ein. Dann Bier, Essen, Rosé, Essen, Rosé, Schlafen. Und freuen auf das was noch kommt: Col D’Aspet, Col de Mente, Col de Peyresourde, Col d’Azet, Col de Core, Aspin, Tourmalet, Hautacam und Aubisque. Alles über einsame Straßen, unbehelligt vom Verkehr, durch wahnsinnige Landschaft. Kein Vergleich zu den Alpen, hier ist alles rauer, wilder, ursprünglicher. Wir reihen Pass an Pass aneinander, machen Höhenmeter um Höhenmeter. Abends testen wir die Weinmacherqualitäten des jeweiligen Etappenorts und essen uns dazu einmal quer durch die Speisekarten des Hotels, in dem wir gerade übernachten. Überraschend häufig gibt es Poulet. Gebraten, gedünstet, gegrillt. Auf Reis, zusammen mit Muscheln, an Salat - und zum Glück manchmal auch tauschbar gegen Fisch oder Fleisch. Dann der letzte Tag. Und was als entspanntes Ausrollen gedacht war, wird zur härtesten Etappe der ganzen Reise. Weil es noch heißer ist als die Tage zuvor, weil wir am Abend vorher den Abschluss gefeiert haben, aber vor allem, weil sich zwischen uns und den Atlantik noch der Col de Bagargui gestellt hat – laut Reiseführer der härteste Pass der Pyrenäen. Und wer immer den Text geschrieben hat, geflunkert hat er nicht. Oft mit zwölf, vierzehn oder gar sechzehn Prozent geht es steil nach oben, kein Schatten weit und breit. Mit letzter Kraft schlagen wir den Geiern aber auch hier ein Schnippchen und rauschen ein paar Stunden später endlich am Strand in Biarritz ein. Duschen an der Strandbar, Räder verpacken und ab zum Bahnhof – der Nachtzug nach Frankfurt wartet schon.
Fazit: Hammer Tour, tolle Strecke, super Truppe. Und knapp 850 Kilometer und 20.000 Höhenmeter in sieben Tagen. Die GPS-Daten der einzelnen Etappen gibt es gerne auf Anfrage.






Fazit: Hammer Tour, tolle Strecke, super Truppe. Und knapp 850 Kilometer und 20.000 Höhenmeter in sieben Tagen. Die GPS-Daten der einzelnen Etappen gibt es gerne auf Anfrage.
Dienstag, 9. Juni 2015
Auf den Spuren der Tour: Mit dem Rennrad in den Vogesen.
Armstrong gegen Ullrich, epische Solosiege von Heinrich Haussler und Tony Martin, das bittere Ausscheiden von Alberto Contador - Momente der Tour, die sich bei mir eingeprägt haben und die Lust gemacht haben, auf die unzähligen Bergsträßchen und Cols, die der Elsass zu bieten hat. Ein paar konnte ich im letzten Jahr schon unter die Räder nehmen, jetzt endlich kamen wieder mal ein paar neue dazu. Gestartet sind wir von Géradmer, einem beschaulichen Ort unweit des Cols de la Schlucht – einem der zentralen Pässe diverser großer Schlachten der Tour de France und Knotenpunkt zahlreicher Runden rund um Géradmer und La Bresse. Logisch also, dass wir ihm gleich dreimal einen Besuch abgestattet haben. Da wir dabei jedes mal eine andere Auf- oder Abfahrt wählen konnten, war das ganze auch beim dritten mal alles andere als langweilig. Allen möglichen Strecken gemein: sie sind bis auf wenige Teilstücke unsteil und flüssig zu fahren, perfekt, um sich einzurollen. Einen ganz anderen Charakter offenbaren Petit Ballon und die Auffahrt zum Col de Platzerwasl - hier geht es teilweise ordentlich zur Sache. Erst Recht bei über 30° im Schatten und fast völliger Windstille. Absolutes Highlight für uns: die Route de Crêtes vom Col de la Schlucht bis zum Markstein. Ein stetiges Auf- und Ab durch tolle Landschaft und immer wieder mit grandiosen Blicken über die Vogesen. Für uns nach den drei Tagen klar: wir werden wieder kommen - es gibt immer noch viel zu entdecken. Unsere Touren zum Nachfahren:
Donnerstag, 9. April 2015
Viva la France, vive le velo: Bonjour Tristesse.
Wieder zurück in Frankfurt. Und was soll ich sagen? Ist ziemlich eintönig hier, wenn man gerade aus St. Tropez zurückkommt. Wobei das ja so gar nicht stimmt, eigentlich komme ich ja aus Italien zurück, unserem kurzen Zwischenstopp, um den Osterurlaub nicht ganz so brutal abbrechen zu müssen. Obwohl diese Entscheidung uns fast noch härter getroffen hätte, als eine direkte Rückreise ins kalte Deutschland, denn die gebuchte Unterkunft in Imperia entpuppte sich als Griff ins Klo. Modriger Geruch, dunkel, feuchte Laken, uralte unschöne Einrichtung, ein Pool, der wahrscheinlich seit dem letzten Sommer nicht mehr gereinigt wurde. Wer jemals eine Unterkunft in Imperia sucht und dabei auf das Agriturismo Zia Palmira stösst: Nicht von den Bildern täuschen lassen und auf keinen Fall auf den Buchen-Button drücken. Auch wir sind nicht geblieben, sondern geflüchtet - und standen dann erst mal ohne Unterkunft da. Zum Glück waren wir schon mal in der Gegend und wussten, wo es besser ist und noch mehr Glück: es war ein Zimmer frei. Der Kontrast konnte nicht größer sein: Super Lage, sehr schöne Zimmer, toller Pool, Hammer-Frühstück, der Urlaub war gerettet. Den Namen? Verrate ich nicht oder nur wenn jemand ganz lieb Bitte, Bitte sagt. Sonst ist beim nächsten mal plötzlich alles ausgebucht und wir schauen blöd aus der Wäsche. Und sonst? Pizza essen und Rad fahren. Poggio, Cipressa, Capo Berta, die entscheidenen Anstiege des Klassikers Mailand - San Remo, dazu ein paar schöne Runden im Hinterland. Tutto bene. Bis auf die Tatsache, dass ich wieder in Frankfurt bin ...
Mittwoch, 1. April 2015
Vive la France, vive le Velo: Au revoir Croix Valmer
Letzter Tag in Croix Valmer, heute geht es weiter nach Italien. Der Mistral fegt immer noch übers Meer und türmt die Wellen meterhoch. Dazu knapp 30°C in der Sonne, klar dass das zum Baden einlädt. Anlauf und rein und Brrrrrrrrrrr. Kalt ist es noch das grünblau schimmernde Meer. Kurbelt aber den vom langen Liegen am Strand müden Kreislauf an und auch die von der letzten langen Tour müden Oberschenkel werden wieder belebt. Noch mal knapp 150 Kilometer und 2500 Höhenmeter habe ich zusammen mit Phillip und Flo aufs Pensum gepackt, dabei auch die roten Felsen von Roquebrunne umrundet. Tolle Runde, auch wenn man den Lenker ordentlich fest halten muss momentan. Heute geht's noch zum Mittagessen an die Strandbar Salamandre, die mittlerweile Marius heißt und dann gilt es, Abschied zu nehmen. Wird sicher schwer fallen ….
Sonntag, 29. März 2015
Viva la France, vive le Velo: Gassin mal fünf.
Wer rastet, der rostet - wer's nicht glaubt, soll einfach mal einen Ruhetag einlegen mit viel Eis, Strand und einem dicken Entrecote hintendrauf. Dazu noch ein paar Gläschen Wein - et voila, Beine am nächsten morgen wie Blei. Deshalb nach dem Frühstück erst mal weiter faulenzen und zum Flohmarkt am Jas de Robert düsen. Mit dem Auto versteht sich. Gemütlich da, gefährlich gemütlich. Essen verkneifen wir uns deshalb besser, zurück nach Croix Valmer und ab aufs Rad. Kurzes warmfahren, dann schnelle fünf mal fünf intensive Minuten am Anstieg nach Gassin. Da sammelt mich Swantje auf, zusammen cruisen wir über Ramatuelle, Pampelonne und L'Escalet zurück nach Croix Valmer. Sandwich-Pause am Strand von Gigaro, fini.
Freitag, 27. März 2015
Vive la France, vive le velo: Vive la mer.
187 Kilometer, 2600 Höhenmeter - Daten der Guilty-Königsetappe quer durchs Var. Nachfahren unbedingt empfohlen. Eine Riesenrunde, die dann auch noch ein paar Austern, Sardellen, Doraden, Tintenfische und eine fette Tiramisu das Leben kostete, denn natürlich macht so eine Tour auch ordentlich Hunger. Prima, dass nicht alle im Hotel wohnen, sondern ein Teil der Truppe eine vollausgestattete Villa gemietet hatte. Vollausgestattet heißt vor allem: mit Grill, Perfekt für ein dickes Barbeque. Noch mal Danke für den netten Abend Jungs. Allerdings - Kalorien, die man rein schaufelt müssen auch wieder verbrannt werden. Grund genug, heute morgen wieder aufs Rad zu steigen, um eine weitere Trainingsrunde zu drehen. Danach dann verdiente Belohung die zweite: Chillen in der Sonne am Plage de Pampelonne. Yeah. Beziehungsweise Supercool wie der Franzose sagt.
Dienstag, 24. März 2015
Viva la France, vive le Velo: Collobrieres zum Zweiten
Collobrieres. Schon wieder? Yep, auch wenn eigentlich etwas ganz anderes auf dem Plan stand. Ein blöder Sturz eines Mitfahrers (welcher Depp baut eine Verkehrsinsel mitten auf den Radweg?), ein aufgeschlitzer Reifen und ein rasanter Wetterumschwung erzwangen eine Abkürzung. Also statt nach Toulon rechts ab in die Berge und über den Colle de Babou nach Collobriere. Schnelle Abfahrt nach Gogolin, rauf nach Gassin den Rest der Guilty-Truppe abliefern und dann im mittlerweile strömenden Regen über Ramatuelle zurück nach Croix Valmer. Morgen voraussichtlich Ruhetag, der Wetterbericht verspricht leider keine Besserung. Sehr zur Freude der gefühlt zehntausend Kröten, die hier kreuz und quer über die Straße hüpfen und uns Abends in den Schlaf quaken ...
Montag, 23. März 2015
Vive la France, vive le Velo: Training an der Cote d'Azur.
Bonjour aus Croix Valmer. Nach ein paar Jahren Pause hat es uns mal wieder an die Cote d'Azur verschlagen - und es ist so schön, wie wir es in Erinnerung hatten (Für den Reisebericht und die GPS-Touren einfach dem Link folgen). Seit drei Tagen sind wir da, zwei Runden stecken schon in den Beinen. Merke leider noch die Folgen der Grippe, muss noch langsam machen. Gestern hat es nach dem mehr als ergiebigem Regen immerhin noch für eine schnelle Warm-up-Runde über Gogolin und La Garde-Freinet gereicht, das Highlight des Tages war aber natürlich das erste Eis bei Barbarac, genial wie immer. Heute dann die erste längere Tour zusammen mit Swantje nach Collobrieres. Auf dem Weg hin und zurück liegen gleich vier Cols, Höhenmeter gab es also einige. Zum Ausgleich aber auch dicke Käse-Baguettes in der Sonne. Trainingstechnisch standen Intervalle auf dem Plan, musste sie aber leider abbrechen - der Puls schießt bei Belastung durch die Decke. Noch zu früh …
Dienstag, 29. Juli 2014
Rennen schauen statt Rennen zu fahren: Zu Besuch bei der Tour de France.
Nicht nur ein Rennen, ein Mythos: die Tour de France. Und seit langem endlich mal wieder mit einem längeren Gastspiel kurz vor der Haustür. Eine Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen konnten. Auf in die Vogesen also. Natürlich nicht, ohne vorher noch ein paar schöne Rennrad-Runden zu den besten Zuschauer-Spots zu basteln, schließlich wollten wir nicht den ganzen Tag mit Rotwein, Baguette und Camenbert faul am Berg rumhängen und auf den Tross aus Werbecaravane und Fahrerfeld zu warten. Ein Plan, der sich leider nur bedingt in die Tat umsetzen ließ, denn das Wetter war .... BESCHISSEN. Regen, Hagel, Gewitter, Sonne, warm, kalt, Regen, Regen ... Ein paar Kilometer gingen sich trotzdem an den ersten beiden Tagen aus, in der Nacht zum dritten bekam ich dann die Quittung: Fieber, Husten, Grippe. Dennoch hat sich der Trip gelohnt, die Athmosphäre war super, Zuschauer aus allen möglichen Ländern friedlich feiernd am Straßenrand, dazu grandioser Sport. Vive le Tour ...






Montag, 31. März 2014
Bilder, Bilder: Kleine Mallorca-Nachlese.
Nach ein bisschen Abstand und viel Ärger mit Air Berlin nun der erfreuliche Teil der Mallorca-Nachbetrachtung. Das Training lief gut, ich konnte außerdem trotz der vielen Einheiten super viel mit meiner Freundin gemeinsam fahren, und sogar das Wetter spielte mit. Kein echter Regen über zehn Tage – das hatten wir glaube ich noch nie. Zum Ausgleich war es dafür aber fast die Hälfte der Zeit kälter als in Deutschland - egal. In Frankfurt und Umgebung gibt es schließlich weder ein Meer noch blühende Mandelbäume noch nette Cafes an jedem kleinen Dorfmarktplatz ... Unser Hotel war auch wie immer top, die Zimmer genauso schön wie das Essen lecker. Luxcom dagegen - nein, Quatsch. Nach den kleinen Schwierigkeiten zum Start gab es die gewohnt gute Betreuung und für die Bemühungen bei Air Berlin ein Extra "Danke".





PS: Ja, ch bin tatsächlich auch gefahren und habe nicht nur in der Sonne gesessen. Auch wenn der Zitronenkuchen- und Pamb'Oli-Konsum schon ordentlich war ...
PS: Ja, ch bin tatsächlich auch gefahren und habe nicht nur in der Sonne gesessen. Auch wenn der Zitronenkuchen- und Pamb'Oli-Konsum schon ordentlich war ...
Dienstag, 18. März 2014
Danke Air Berlin: Brutale Landung ohne Rad in Frankfurt,
So schön der Urlaub auf Mallorca mit einer letzten tollen Runde in der Sonne endete, so hart war der Aufschlag am Airport Frankfurt. Nach gut 30 Minuten Wartezeit am Band für Sondergepäck die Durchsage: "Air Berlin-Passagiere bitte zum Lost & Found-Schalter, heute kommt kein Gepäck mehr an." Fünf Minuten später stehe ich mit knapp 50 weiteren Passagieren in einer riesigen Warteschlage vor zwei offensichtlich überforderten, unmotivierten und unfreundlichen Mitarbeitern von Air Berlin. Die Kurzfassung der folgenden drei Stunden: ich mache Ärger und erreiche nichts. Weder weiteres Personal am Schalter, keine Erklärung warum unser Gepäck wieder aus dem Flieger ausgeladen wurde – nicht mal eine Entschuldigung. Die hält die Mitarbeiterin für "unnötig". O-Ton. Bis ich endlich an der Reihe bin, ist es mittlerweile kurz vor 01.00 Uhr. Nachts, nicht mittags. Ich bekomme einen Zettel mit einer Referenznummer und einer Service-Hotline-Nummer in die Hand gedrückt, das war's. Mittlerweile sind 48 Stunden vergangen und ich habe mein Rad noch immer nicht. Schlimmer: ich habe nicht mal eine Information, wo es genau ist und wann und ob ich es wieder bekomme. Air Berlin? Nicht erreichbar. Die Hotline-Nummer vom Air Berlin baggage-express-service? Auf die Sekunde pünktlich zum Beginn der Arbeitszeit sind alle Mitarbeiter im Kundengespräch. Bis zum Feierabend. Ich habe ca. 500 mal angerufen - kein Durchkommen. Von meinen ca. 25 E-Mails an die angegebene Adresse wurde genau eine beantwortet. Inhalt: Wenden Sie sich an den Lost & Found-Service des Airports. Nur: der hat nur die Informationen, die es von Air Berlin gibt. Und die haben keine. Aber dafür bekomme ich jede Menge Informationen, die mich stutzig werden lassen. Ich höre, dass es bei Air Berlin im Vergleich mit Abstand die meisten Fälle gibt, in denen Gepäck nicht verschickt wird. Ich erfahre, dass es dafür neben den Fehlern, die überall passieren können, aus Sicht der Lost & Found-Mitarbeiter Kostengründe gibt, da leichtere Flieger auch weniger Kerosin-Verbrauch bedeuten. Und der Verbrauch steigt wohl exponentiell mit dem Gewicht des Fliegers. Steht Air Berlin mittlerweile so unter Kostendruck, dass sie Massen von Passagieren ohne Gepäck sitzen lassen? Auch von den erreichbaren Mitarbeitern der Air Berlin Buchungs-Hotline erfahre ich erhellendes. Das Compliance-Center, der Unternehmes-Bereich bei Air Berlin, der Beschwerden aufnimmt, ist weder telefonisch noch per Mail zu erreichen. Auch intern können sie mich nicht weiter vermitteln. Auf die Frage, ob sie intern noch per Post kommunizieren - keine Antwort. Dafür aber die Belehrung, das ich ein Online-Formular ausfüllen könne, die würden sich dann melden. Habe ich längst getan und sogar eine Bearbeitungsnummer. Jetzt will ich wissen, ab wann ich denn mit einer Bearbeitung rechnen dürfe. "Ein paar Tage". Kurze Pause, dann. "Bis zu ein paar Wochen". Lustig. Wenn es eine Sitcom im TV wäre. Ist es aber nicht. Ist real. Und so bitter und nervig, dass der Erholungswert des Urlaubs mittlerweile gegen Null tendiert. Aber eins ich sicher: die offensichtliche Taktik von Air Berlin Passagiere so lange erfolglos hin- und her zu schicken, bis sie frustriert und entnervt aufgeben und auch auf alle Regressansprüche verzichten, wird bei mir nicht aufgehen. Mittlerweile nehme ich das sportlich - und auch wenn mein Rad wieder auftaucht, werde ich Air Berlin in diesem Fall keine einzige ruhige Minute gönnen. Fazit schon jetzt für mich: nie wieder mit Air Berlin, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Und ich kann nur jedem empfehlen genau zu überlegen, ob er sich dem Stress und Risiko aussetzen will - ich würde es mit dem Wissen von heute bei dieser Fluglinie nicht wieder tun.
Aber natürlich gibt es noch den Link zur letzten Malle-Runde, hilft auch mir die Erinnerung an die schönen Momente auf der Insel wieder aufzufrischen:
Aber natürlich gibt es noch den Link zur letzten Malle-Runde, hilft auch mir die Erinnerung an die schönen Momente auf der Insel wieder aufzufrischen:
Samstag, 15. März 2014
Beine fertig, Training erledigt. Das war's auf Mallorca.
Ok, noch nicht ganz, eine gemütliche Tour geht sich morgen sicher noch aus. Gestern und heute war aber nix mit gemütlich. Zwei mal Berge, zwei mal knackig. Gestern Intervalle im L3/L4-bereich, heute eine längere Power-Runde mit einem kurzen Formtest am Anstieg von Sa Calobra. Das Ziel: Belastung so halten wie bei der bisherigen Bestzeit und am Ende schauen, wo ich im Vergleich stehe. Das Ergebnis lässt hoffen, deutlich schneller trotz Gegenwind. Danach noch über den Puig nach Soller, Colle Soller und im Eilzug-Tempo zurück nach Alcudia.
Mittwoch, 12. März 2014
Cap Formentor. Zum schönsten Leuchtturm der Welt.
Endlich ein Ruhetag, der wirklich einer wurde. War lange hin- und hergerissen heute morgen, da die Wettervorhersage für die nächsten beiden Tage ziemlich unsicher ist und es heute noch gut aussah zwischen Ruhetag und Training - doch dann entschieden die Beine. Müde. Also heute definitiv locker und kurz mit vielen Pausen. Zusammen mit Swantje ging es zum Cap Formentor eine der schönsten Strecken, die ich kenne, auch wenn der Asphalt auf dem zweiten Teilstück mittlerweile mal eine Renovierung verdient hätte. Am Leuchtturm Käsekuchen, danach vor dem letzten Anstieg zurück noch der obligatorische Abstecher zum Lieblingsplatz zum Sonne tanken.
Dienstag, 11. März 2014
Berge. Endlich.
Fünfter Tag und das erste mal wurde es bergig. Sofern man den kurzen Anstieg von Caimari zur Tankstelle bei Lluc wirklich so einsortieren will. Aber zum Intervall-Training taugt die Steigung perfekt, gleich fünf mal nahm ich deshalb die ersten Kilometer vom Ortsausgang bergauf. Nach dem letzten noch mal runter nach Caimari, um den Anstieg ein allerletztes mal komplett zu fahren. An der Tankstelle Windjacke an und im Fahrtspiel-Modus zurück nach Pollenca. Kurzes High-Speed-Intermezzo, die 90km/h leider knapp verfehlt, dann kommt mir Swantje von ihrer KB-Runde entgegen. Schluss für heute, Kuchen in Pollenca und lockeres Zurückrollen nach Alcudia.
Montag, 10. März 2014
Ruhetag. Mal anders.
Ruhetag. Auf dem Plan eine mittlere Runde zum Orient mit meiner Freundin. Locker rollen wir nach Santa Maria del Carmi, kurze Pause und dann Planänderung: Swantje war noch nie mit dem Rad in Valdemossa und Deia, noch nie auf dem Colle de Soller. "Ist das ein großer Umweg?" "Nö". Na dann. Aber irgendwie hat mir mein Gedächtnis den ein oder anderen Kilometer unterschlagen, der kurze Umweg entpuppt sich als schöne Extra-Schicht. 40 Kilometer und noch mal 400 Höhenmeter, hätte alleine für den Ruhetag eigentlich auch schon gereicht. Aber egal, der dicke Schokoladenkuchen in Soller war den Umweg dicke wert.
Sonntag, 9. März 2014
Pa amb Oli: Letzte Rettung in Sineu vor dem K.O.
Das Ziel heute: 160 Kilometer über Petra, Felantix nach Campos - also fast ganz ans andere Ende der Insel. Dann über Pina und SIneu zurück. Lief die ersten drei Stunden wie geplant, eine weitere so la la und dann kam der Mann mit dem dicken Hammer. Hungerast. Und das beim Ausdauer-Training. Wusste zwar, dass ich nicht gerade viel gegessen hatte die letzten Tage, war mir aber sicher, dass es für die Distanz reichen sollte. Tja, gestern die vier mal 15 Minuten im Sweet-Spot-Bereich wohl doch unterschätzt, es wurden doch mehr Energiespeicher gekillt, als gedacht. Zum Glück sammelte mich Swantje kurz vor Sineu ein, ab auf den Marktplatz und ein Pa amb Oli und zwei Cokes später ging es mir besser. Zurück dann immer noch bei starkem Sturm von vorn zurück nach Alcudia. Jetzt stürme ich gleich das Buffett …
Samstag, 8. März 2014
Mixta Sandwich mit Salat, Käse und Schinken in Porto Christo, Mandelkuchen in Petra. Tagesziel also voll erreicht. Aber da es auch auf dem Rad heißt: ohne Fleiß kein Preis, musste ich auf den schönen Teilstück von Alcudia über Arta nach Porto Christo noch vier schnelle Sweet-Spot-Intervalle a 15 Minuten einbauen. Der Rückweg über Petra dann komplett gemütlich - schön. Und ein kleiner Tipp: niemals neue Schuhe mit ins Trainingslager nehmen. Klassischer Anfängerfehler, aber ich wollte unbedingt die gelben Mavic-Treter dabei haben – schließlich gibt es nirgendwo sonst mehr schöne Plätze, um mal so richtig zu posen. Die verdiente Quittung für die Eitelkeit: Füße aua. Aber nicht nur die Schuhe sind neu, ich habe auch ein neues Trainingsrad und mit dem Garmin Vector auch ein neues, pedalbasiertes Wattmess-System. Testberichte folgen.
Freitag, 7. März 2014
Hola. Wieder mal Mallorca.
Hola aus Mallorca. Heute morgen gelandet, die Sonne scheint, es ist warm, alles grün, tutto bene. Fast, denn wieder einmal hat Luxcom uns einen halben Tag gekostet, weil Swantje wie schon im letzten Jahr ihr Leihrad nicht abholen konnte. Heute hatte man leider vergessen, dass Freitags der Service erst um 15.00 Uhr aufmacht … Stinksauer dann erst mal alleine aufgebrochen zu einer lockeren Aufwärmrunde, danach dann endlich zu zweit noch mal nach Pollenca zum Kaffee trinken. Lange in der warmen Sonne gesessen, Ärger verflogen.
Dienstag, 26. November 2013
Leistungsstreifen statt Frostbeulen: Ein Fazit.
Nach zwei eiskalten Tagen in Deutschland ein Fazit unseres Gran Canaria-Trips. Die Kurzfassung: Fast super. Die Langversion: Auf Gran Canaria ankommen und wohlfühlen? Fällt aus - zumindest, wenn man an der Playa del Ingles ausgespuckt wird. Zu viel bröckliger Beton, zu viel schlechte Architektur, zu viele herunter gekommene Hotels. Schön geht anders, auch wenn man zumindest beim Blick ins Landesinnere schon erahnen kann, das Gran Canaria auch andere, schöne Seiten hat. Wir hatten immerhin bei der Hotelsuche ziemlich viel richtig gemacht, denn das Gran Canaria Princess wurde erst ganz knapp vor unserer Ankunft nach einer mehrmonatigen Renovierung wieder eröffnet. Die Zimmer waren relativ schick, und auch das Restaurant und die anderen öffentlichen Räume und der Poolbereich ansprechend gestaltet. Auch das Essen war für Hotelmaßstäbe gut. Einziges Manko: das Hotel liegt ungünstig zwischen der GC 500 und einer weiteren viel befahrenen Straße und bietet so den Geräuschpegel einer mittleren Kleinstadt. Außerdem gab es noch kein Wlan auf den Zimmern, aber das wird sicher in den nächsten Tagen passieren. Der Service war gut, das Personal überall nett. Und für uns ganz wichtig: die Räder konnten auf den Hotel-Balkon. Insgesamt für das Hotel also eine klare Empfehlung. Auch eine klare Empfehlung bekommt der Radverleih, bei dem wir unsere Räder gemietet haben. Bei Free-motion bekamen wir fast nagelneue Cannondale-Bikes in 1a-Zustand, die schnell und perfekt auf unsere Bedürfnisse und Maße umgebaut wurden. Wir hatten Rennräder, aber auch die Mountainbikes im Verleih sahen sehr gepflegt und neu aus. Dazu bietet Free motion auch geführte Touren an, die wir aber nicht in Anspruch nahmen. Was sonst noch? Gran Canaria an sich. Aus Radsport-Sicht mindestens so gut wie Mallorca. Die Begeisterung über die vielen Möglichkeiten lässt sich gut an den Beschreibungen der einzelnen Trainingstage ablesen, deshalb hier nichts mehr dazu. Kommt man allerdings nicht nur zum Trainieren, sondern auch zum Urlauben auf die Insel, würde ich zumindest einen ganz weiten Bogen machen um die Playa del Ingles. Null Charme, dafür viel RTL II. Die anderen Retorten-Urlauber-Ghettos sind zwar nicht viel hübscher, aber so schlimm wie hier sah es sonst nirgends aus. Am schönsten und ruhigsten ist es Landesinneren, hier ist Gran Canaria sicher eine Reise wert. Insgesamt also: 5 von 5 Sternen für das Trainingsrevier, 3 von 5 aus Urlaubersicht, 0 von 5 für Playa del Ingles.




Mittwoch, 5. Juni 2013
Horrortrip: vom SportScheck Bike Marathon zu den Bike 4 Peaks zum Gardasee.
Donnerstag, 30.05.2013, München. Regentropfen prasseln aufs Autodach. Die ersten seit unserer Abfahrt zum Tegernsee Bike Marathon bei Sonnenschein in Frankfurt. Aber überrascht sind wir nicht – die Prognosen fürs Wochenende sehen düster aus, nur für den Sonntag, den Tag des Marathons besteht Aussicht auf leichte Besserung. Bis dahin aber droht der Wettermann aus dem Radio mit sintflutartigen Regenfällen, sogar Unwetterwarnungen gehen raus. Naja, wird schon nicht so schlimm werden. Es wird schlimmer. Nicht am Donnerstag und auch nicht am Freitag und am Samstag morgen schon gar nicht. Es regnet zwar ununterbrochen, aber sintflutartig ist das noch nicht. Samstag morgen ist es sogar trocken, eine kurze Aufwärmrunde um den See und eine anschließende Biketour mit Swantje gehen sich aus. Schnell zum Festivalgelände, die Startunterlagen abholen. Regen setzt ein. Dicke Tropfen, doch wir schaffen es noch trocken ins Hotel. Dann geht die Welt unter. Der Regen fällt dichter und dichter, in kürzester Zeit fallen Unmengen Wasser vom Himmel. Bei Abendessen hört das Unwetter kurz auf, dann setzt es umso stärker wieder ein. Ein Rennen bei dem Wetter? Nicht für mich – ich beschließe definitiv nicht zu starten, sollte sich der Starkregen nicht wenigstens in ein Nieseln verwandeln. Und tatsächlich – er verwandelt sich. In eine Sintflut. Die ganze Nacht donnern die Tropfen auf das Dach unseres Hotels und auch beim Aufstehen hat sich an der Lage nichts geändert. Dennoch überlege ich ganz kurz, doch in den Renndress zu steigen, der Blick auf die riesigen Pfützen draußen und den wie ein Vorhang fallenden Regen bekehrt mich schnell. Auf dem Weg zum Frühstück dann die Nachricht: Das Rennen ist abgesagt. Katastrophenalarm und Überflutungen rund um den Tegernsee machen den Start unmöglich. Wir packen zusammen, checken aus, Aufbruch Richtung Ruhpolding, dem Startort der Bike Four Peaks. Und haben Mühe, den Ort zu verlassen. Die Uferstraße ist schon überflutet und gesperrt, Richtung Bad Wiessee ist noch eine Spur frei. Dazu eine nervige Dauerstimme aus dem Navi: „Aufgrund einer Verkehrsstörung wurde Ihre Route geändert.“ Einer? Die Nachrichten überschlagen sich, plötzlich die Meldung: auch die A8 ist dicht. Wir schlagen uns kreuz und quer durch Bayern, umkurven den Chiemsee, zwei Stunden für fünf Kilometer, dann das gleiche wieder zurück: die Umleitung ist auch schon wieder zu. Nach 9 Stunden erreichen wir Ruhpolding. Durchschnittsgeschwindigkeit 17 km/h. Na Servus. Wir beziehen unsere Pension, packen aber die Taschen gar nicht erst aus. Der Plan. Abwarten, wie das Wetter morgen ist – wenn schlecht weiter zum Gardasee. Ins Trockene. Und Warme.




Der nächste Morgen: es regnet nicht mehr, es nieselt nur noch leicht. Aber es ist kalt und die Aussichten auf einen weiteren Tag im trüben Frühling lässt die Laune auf den Nullpunkt sinken. Trotzdem kann ich mich nicht sofort dazu aufraffen, abzureisen – die Bike Four Peaks waren einer meiner Saisonhöhepunkte, auf die Strecke habe ich mich den ganzen Winter über gefreut. Auch das Startgeld ist bezahlt, die Hotels sind gebucht. Wir überlegen hin- und her, dann fängt es wieder an zu regnen und die Entscheidung steht: Gardasee. Ich rechne mittlerweile angesichts der Horrornachrichten aus ganz Bayern und Österreich auch nicht mehr damit, dass das Rennen wie geplant stattfinden kann – überall Überflutungen, Bergrutsche, Feuerwehr, Polizei und Bergwacht im Dauereinsatz, in den höheren Lagen liegt Schnee. Schweren Herzens packen wir mal wieder die Taschen ins Auto und brechen auf Richtung Süden. Knapp vier Stunden später erreichen wir Torbole. 29°C, Sonne. Raus aus dem Chaos, rein in Urlaub. Schnell schwingen wir uns auf die Bikes, radeln auf dem Sarcheradweg nach Arco, um eine Kleinigkeit zu essen. Richtig happy bin ich nicht, so schön es hier ist, so traurig und frustriert bin ich wegen meiner Entscheidung, das Rennen sausen zu lassen. Als ich kurz später erfahre, dass es wider Erwarten tatsächlich stattfinden wird, bin ich am Boden zerstört. So sehr, dass wir sogar ernsthaft überlegen, wieder zurück zu fahren nach Ruhpolding. Aber 700 Kilometer für ein paar Stunden Gardasee? Erst mal zurück ins Hotel und die Nachrichtenlage überprüfen. Die sehen immer noch bedrückend aus, das Chaos in Bayern wird eher größer als kleiner, auch die Wetteraussichten für den Alpenrand sind eher durchwachsen. Weiter nachdenken. Immer noch reichlich geknickt, aber vom vielen Grübeln mittlerweile auch ziemlich weich in der Birne, sitze ich ein paar Stunden später im Al Porto, wir diskutieren hin und her, immer wieder und wieder und wieder. Beim Espresso dann der endgültige Beschluss: keine Four Peaks für mich, wir bleiben hier. Heute dann die erste Tour am Gardasee zum Corno della Paura. 28°C, Sonne, wunderschön. Und auch wenn ich immer noch traurig bin, die Four Peaks gecancelt zu haben – ich bin mir sicher, es war die richtige Entscheidung.


Der nächste Morgen: es regnet nicht mehr, es nieselt nur noch leicht. Aber es ist kalt und die Aussichten auf einen weiteren Tag im trüben Frühling lässt die Laune auf den Nullpunkt sinken. Trotzdem kann ich mich nicht sofort dazu aufraffen, abzureisen – die Bike Four Peaks waren einer meiner Saisonhöhepunkte, auf die Strecke habe ich mich den ganzen Winter über gefreut. Auch das Startgeld ist bezahlt, die Hotels sind gebucht. Wir überlegen hin- und her, dann fängt es wieder an zu regnen und die Entscheidung steht: Gardasee. Ich rechne mittlerweile angesichts der Horrornachrichten aus ganz Bayern und Österreich auch nicht mehr damit, dass das Rennen wie geplant stattfinden kann – überall Überflutungen, Bergrutsche, Feuerwehr, Polizei und Bergwacht im Dauereinsatz, in den höheren Lagen liegt Schnee. Schweren Herzens packen wir mal wieder die Taschen ins Auto und brechen auf Richtung Süden. Knapp vier Stunden später erreichen wir Torbole. 29°C, Sonne. Raus aus dem Chaos, rein in Urlaub. Schnell schwingen wir uns auf die Bikes, radeln auf dem Sarcheradweg nach Arco, um eine Kleinigkeit zu essen. Richtig happy bin ich nicht, so schön es hier ist, so traurig und frustriert bin ich wegen meiner Entscheidung, das Rennen sausen zu lassen. Als ich kurz später erfahre, dass es wider Erwarten tatsächlich stattfinden wird, bin ich am Boden zerstört. So sehr, dass wir sogar ernsthaft überlegen, wieder zurück zu fahren nach Ruhpolding. Aber 700 Kilometer für ein paar Stunden Gardasee? Erst mal zurück ins Hotel und die Nachrichtenlage überprüfen. Die sehen immer noch bedrückend aus, das Chaos in Bayern wird eher größer als kleiner, auch die Wetteraussichten für den Alpenrand sind eher durchwachsen. Weiter nachdenken. Immer noch reichlich geknickt, aber vom vielen Grübeln mittlerweile auch ziemlich weich in der Birne, sitze ich ein paar Stunden später im Al Porto, wir diskutieren hin und her, immer wieder und wieder und wieder. Beim Espresso dann der endgültige Beschluss: keine Four Peaks für mich, wir bleiben hier. Heute dann die erste Tour am Gardasee zum Corno della Paura. 28°C, Sonne, wunderschön. Und auch wenn ich immer noch traurig bin, die Four Peaks gecancelt zu haben – ich bin mir sicher, es war die richtige Entscheidung.
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