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Donnerstag, 19. Februar 2015

MTB-News: Von Muschis, blassrosa Lautsprechern und dem großen Nichts.

Fakten über die Muschi deiner Freundin, rasierte Muschi (Tutorial), Muschiwitze – kaum gibt man Muschi in die Suchmaske ein, liefert Google zuverlässig und schnell wie immer die passenden Ergebnisse. Kurz stelle ich mir vor, was passiert, wenn ich statt der Web- die Bildersuche füttere, aber ich häng’ an meinem Arbeitsplatz.

Was Google nicht findet: Muschi, mountainbikender Möchtegern-Venn-Diktator in rosa Unterwäsche. Den findet man aber neuerdings bei MTB-News. Immer Mittwochs, vermutlich wegen der schönen Alliteration. Obwohl ich mir gar nicht mal so sicher bin, dass der Texter der Muschi am Mittwoch-Zeilen überhaupt so genau weiß, wie das funktioniert mit so einer Alliteration.

Nicht schlimm, Wissen wird ja sowieso überbewertet. Größenwahn regiert, Erst Recht gilt das in einem MTB-Forum. Wer fährt den dicksten Reifen, bei wem federt die fetteste Gabel? Wer hat die schönsten rasierten Beine, wer knallt am fotogensten auf den hipsten Helm. Und natürlich – wer tritt am festesten? Nicht nur aufs Pedal, sondern vor allem und zuerst gegen jeden, der anderer Meinung ist, als man selbst. Mann gegen Mann, ganz so wie in einem echten Rennen in echtem Matsch im echtem Leben. Nur das hier nicht der fitteste gewinnt, sondern der lauteste, schrillste, bunteste.

Du hast nichts zu sagen? Sag es einfach in Großbuchstaben. Brüll das Nichts raus, verpacke es bunt und mach ein rosa Schleifchen drum und schon hast Du Deine eigene Kolumne. Ewiger Ruhm, Fanboys, Autogrammanfragen, Groupie-Blowjobs. Beim Rennen muss man dafür treten, bis einem das Pipi aus den Augen und das Laktat aus dem Mund schießt, hier reicht es, ein paar Buchstaben direkt von der Tastatur ins digitale Gedächtnis zu klopfen. Ganz ohne Umweg übers Gehirn.

Wer das bedauerlich findet, wirkliche Inhalte fordert oder wenigstens Humor, der nicht so abgestanden ist, wie die Muschi-Witze, die man über Google findet und das Nichts trotz der tollsten Verpackung nach wie vor einfach nur für Nichts hält – ihr seid fehl am Platz. Bei Muschi am Mittwoch. Und wenn es so weitergeht wohl bald auch bei MTB-News.

Freitag, 14. Februar 2014

Zur Erinnerung an einen der größten Kletterer aller Zeiten: Marco Pantani.

Heute vor zehn Jahren starb nicht nur einer der besten Radfahrer aller Zeiten, sondern auch einer der wenigen Sportler, die mich wirklich begeistern konnten. Natürlich war er umstritten, wurde positiv getestet aber dennoch bleibt er für mich einer der Größten. Weil er immer attackierte und nie aufgab. Bis zu dem Tag genau vor zehn Jahren ... Ciao Marco Pantani.


Sonntag, 7. April 2013

It's only Rock 'n' Roll: Erste Trainingsrunde mit Guilty 76 Racing.

Radfreaks gibt es viele. So bekloppt, gleich ein eigenes Team auf die Beine zu stellen, sind nur wenige. Der Erfinder von Guilty 76 Racing zum Beispiel. Geködert fürs Team hat er mich mit der Aussicht, ab und an mal mit einer lustigen Truppe fahren zu können - umso überraschter war ich, als er mir erzählte, dass er mit Brügelmann sogar einen Sponsor aufgetan hat, der die Kleidung stellt. Cool. Heute dann die erste Ausfahrt des schon jetzt sehr großen Teams bei der Opel RTF in Rüsselsheim-Königstädten. 105 Kilometer flach durchs Ried bei ziemlich frischen 3°C. Besonders auffällig: der Guilty 76 Racing Bienenschwarm, der das Feld zumindest designtechnisch ordentlich aufmischte ... ;)



Donnerstag, 28. Februar 2013

Lesestoff: David Millar „Vollblutrennfahrer. Meine zwei Leben als Radprofi.“

Nachdem ich Tyler Hamiltons Buch „Die Radsportmafia und ihre schmutzigen Geschäfte“ hinter mir hatte, war es höchste Zeit, auch die Geschichte von David Millar zu lesen. Erschienen ist es vor der Affäre um Armstrong und damit auch vor den Enthüllungen Hamiltons, das macht das Lesen und Bewerten zu einer spannenden Sache. Vor allem deshalb, weil man dank Hamilton einen noch intimeren Blick ins Innenleben des Profi-Radsports bekommen hat und so jetzt viel besser einschätzen kann, wie offen Millar wirklich war. War er offen? Authentisch? Meiner Meinung nach nein. Beziehungsweise: er war genauso offen, wie er sein musste, um seinem Selbstbild als eigentlich sauberer Fahrer, der nur durch mehr oder weniger unglückliche Umstände zum Doper wurde, gerecht zu werden. Nicht weil er es unbedingt wollte, sondern weil ihm an einem kritischen Punkt seiner Karriere schlicht die Kraft fehlte, gegen das Doping-System im Radsport anzugehen. Selbstverständlich zeigt er auch die gebotene Reue, betont, dass er alleine die Verantwortung für seine Entscheidungen hatte, doch das bestimmende Thema seines Buches ist ein anderes: Don Millar im vergeblichen Kampf gegen die Doping-Mühlen. Das ganze gewürzt mit einer Prise Selbstmitleid (keine Kohle mehr), Tragikkomik (besoffen mit obskuren Kumpels durch die Gegend reisen) und Radheldenethos (alleine sauber gegen den Rest des Pelotons auf Soloflucht). Was dabei herauskommt, ist ein durchaus flüssig zu lesendes Buch – mir aber insgesamt viel zu pathetisch.


Montag, 14. Januar 2013

Lesestoff: Tyler Hamilton "Die Radsportmafia und ihre schmutzigen Geschäfte."

Blöder Titel, spannender Lesestoff – die Beichte des US-Amerikaners Tyler Hamilton, der jahrelang an der Seite von Lance Armstrong im Team US Postal fuhr und Doping erst dann zugab, als es nichts mehr zu leugnen gab. Klar, das im Radsport gedopt wird und wurde und auch das Armstrong sicher nicht der Saubermann war, für den er sich jahrelang ausgab, war jetzt nichts, was mich sonderlich überrascht hätte. Überrascht hat mich aber, mit welcher Genauigkeit Hamilton die Praktiken und vor allem die Gedankengänge schildert, die zu dem führten, was heute als der größte Dopingskandal in der an Skandalen wahrlich nicht armen Radsportgeschichte gilt. Lesenswert.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Auferstehung: Spessart Bike Marathon gerettet.

Also doch: nach dem im Vorfeld der diesjährigen Austragung verkündeten Aus heißt es jetzt: Kommando zurück. Die Veranstaltung ist endgültig gerettet und wird nach Riva del Garda und Willingen als dritter Marathon Teil der Eventserie der Zeitschrift BIKE. Seit gestern ist auch die neue Homepage online: Bike Spessart Marathon Aber nicht nur der Name ist neu, auch der Termin ist ein anderer, rückt der Marathon doch recht weit ans Ende des Rennkalenders. Ob die Strecken die gleichen bleiben wie bisher steht noch nicht endgültig fest, es werden auf alle Fälle aber mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke wieder drei Streckenvarianten auf dem Programm stehen. Wie bisher ist also für jeden was dabei. Die Anmeldung zum BIKE Spessart Marathon ist ab dem 25.01.2013 offen.




Mittwoch, 31. Oktober 2012

Offiziell bekloppt: Mitglied im Club des Cingles

Wer bisher noch daran gezweifelt hat: seit ein paar Tagen bin jetzt ganz offiziell ein Bekloppter. Denn endlich (verschlungen ist der Postweg innerhalb der EU) hat mich der Club des Cingles als Mitglied anerkannt. Die Aufnahmebedingungen waren hart: drei mal auf dem Mont Ventoux an einem Tag. Zum Glück hatte ich einen perfekten Tag für meinem Versuch erwischt – kaum Wind, nicht zu heiß, nicht zu kalt. Gestartet bin ich in Bedoin, rauf zum Gipfel, runter nach Sault, rauf zum Gipfel, runter nach Malauscene, rauf zum Gipfel, runter nach Bedoin. Die Belohnung: ein Kuss und ein Zielbier. was will man mehr ...







Mittwoch, 17. Oktober 2012

Letzte Dienstfahrt: das kleinste Teammobil der Welt geht in Rente

Nach über 14 Jahren und mehr als 200.000 Kilometern ist es soweit: das vermutlich kleinste Teammobil der Welt geht in seine verdiente Rente. Zwei mal Transalp Challenge, zwei mal Trans Germany, unzählige Tagesrennen und Bikeurlaube - unser Beetle war immer dabei. Klar also, das uns der Abschied schwer fällt, auch die letzte Dienstreise zum Wasgau Bikemarathon war eine eher traurige Angelegenheit. Bleibt die Hoffnung, dass er liebevolle neue Besitzer findet - vielleicht sind sie ja sogar ebenfalls Biker ...



Donnerstag, 11. Oktober 2012

Ganz offiziell: Hier darf gekotzt werden

Packe gerade die Tasche für ein verlängertes Wochenende in der Pfalz. Zum ersten mal steht der Wasgau Bike Marathon auf dem Plan. Checke deshalb nebenbei noch mal alle Infos, die auf der Homepage zu finden sind und lese dabei erstaunliches: Hier darf gekotzt werden. Steht da echt. Im Höhenprofil. Ungefähr am sechsten oder siebten der vielen Sägezahn-Anstiege. Dabei bin ich ganz und gar noch nicht im Renn- und Quälmodus - das Ziel war eine schönes Wochenende mit Freunden. MTB wie früher - chillig, Grillplatte, kein Stress. cruisen statt rasen, am Samstag halt mit Startnummer am Bike. Hatte mir sogar überlegt, die Beinhaare wieder stehen zu lassen, aber die Stoppel kratzen so in der Jeans, Versuch abgebrochen. Und jetzt das. Meinen die das ernst? Oder gibt es an den Verpflegungstellen Alk statt Iso? Die Auflösung – wie immer – demnächst hier ...



Dienstag, 4. September 2012

Kaum Neues im Süden: Eurobike 2012

Alles ganz anders, steifer, leichter und natürlich noch viel besser als im Vorjahr - das verspricht jeder Hersteller von Bikes, Parts und Zubehör jedes Jahr aufs Neue. Ob das stimmt, checkt man am besten auf der Eurobike, denn nirgendwo anders in Europa sind auf engstem Raum so viele Hersteller aus der Bikebranche versammelt wie hier. Logo, dass auch ich auf dem Weg nach Meiringen einen längeren Zwischenstopp in Friedrichshafen eingelegt habe, um Eindrücke zu sammeln. Die für mich wichtigste Feststellung: das Bianchi Oltre ist für mich immer noch eins der schönsten Räder auf der Messe, ich hätte mich auch jetzt sofort wieder in den Rahmen verliebt. Nicht so schön finde ich die neuen Farben, macht aber nix, ich habe ja zum Glück bereits eins im klassischen Celeste. Die restlichen Highlights aus meiner Sicht:
Canyon und e:ishock
Canyon, weil sie es endgültig geschafft haben zu einer Bikemarke zu werden, die mehr ist als nur ein Versender von günstigen Bikes. Fest verankert im Rennsport, Bikes mit eigenem Gesicht und Charakter. Der Zeitfahrrahmen ist der Hammer. Die e:i Shock, weil sie für mich die einzige echte Innovation auf der Eurobike war. Gemeinsam von Haibike, Ghost und Lapierre in Zusammenarbeit mit Rock Shox, Trelock und der Ecole Centrale in Lyon entwickelt, sorgt sie per Elektronik für eine intelligente Dampferansteuerung. Zumindest theoretisch haben sich die Erklärungen dazu sehr überzeugend abgehört, ob es sich auch in der Praxis bewährt, kann ich hoffentlich in Kürze mal selbst testen. Erste Erfahrungsberichte klingen jedenfalls ebenfalls positiv. Bleibt die Frage, was man von Elektronik am Bike generell hält – ich bin da nach wie vor skeptisch ...

Mehr nicht? Nein, nicht viel aus meiner Sicht. Jede Menge neue 29er – auch in für mich unsinnigen Rahmengrößen, noch mehr Carbon in allen Bereichen und vor allem: E-Bikes an jeder Ecke. Führten sie 2011 bei den meisten Herstellern noch ein Schattendasein, wurden sie in diesem jahr offensiv in den Vordergrund gestellt. Bleibt zu hoffen, dass Fahrtechnik und Vernunft der potentiellen Käufer mit den Möglichkeiten mithalten, die diese Bikes defintiv bieten.



Donnerstag, 30. August 2012

Nächster Renntermin auf der Kippe: Alpenbrevet droht Kaltfront zum Opfer zu fallen

Die Rennsaison im Sommer 1012: Bis auf wenige Ausnahmen Regen, Matsch und Kälte. Kann es noch schlimmer kommen? Ja – wenn das Rennen ganz abgesagt wird, weil ein frühzeitiger Wintereinbruch droht. Ein Szenario, das gerade für den Alpenbrevet in Meiringen von den Organisatoren diskutiert wird. Toll, dass ich mich erst letzten Freitag ganz kurzfristig angemeldet habe. Und klar – das Startgeld ist bezahlt, das Hotel gebucht. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - der Veranstalter hat mehrere Notfallszenarien in Petto, die endgültige Entscheidung ob gefahren wird (eventuell dann auf verkürzter Strecke) fällt erst morgen im Laufe des späten Vormittags.

Neues Spielzeug für die Nacht: Lezyne Powerdrive

Zuwachs in meiner Leuchten-Sammlung: nach dem Kauf der Lupine Betty und Lupine Piko habe ich auch noch lange nach einer Lampe gesucht, die ohne externen Akku auskommt und klein am Lenker montierbar ist. Gedacht als Notfall-Lampe und für Rennradtouren, bei denen auch mal ein paar dunkle Tunnel lauern. Dafür jedes mal Lampe und Akku mitzuschleppen, war mir auf Dauer zu nervig. Aber: alle kleinen Lampen, die meine Bedingungen erfüllten, hatten einen entscheidenden Nachteil: der Lichtkegel war viel zu spottig, nur im Zentrum des gebündelten Strahls waren sie hell genung, drum herum sah man nichts. Gut als Taschenlampe, unbrauchbar für den Einsatz am Rennrad. Zufällig bin ich jetzt über die Lezyne Powerdrive gestoßen. Das Datenblatt war vielversprechend: 3 Leuchtstärken, 300/200/100 lumen, 2/3/5.5 Stunden Brenndauer. Dazu eine Optik, die ein breiter streuendes Licht versprach. Klar, die musste ich testen und habe sie sofort bestellt. Schnell war sie da und der erste Eindruck war super. Perfekte Verarbeitung, brauchbare Bedienungsanleitung und schön klein und leicht. Gestern abend dann der erste Nightride.

Das Ergebnis: Hält was sie verspricht. Logisch, so hell wie die Lupines ist sie nicht, aber auf Stufe 2 und 3 reicht das Licht locker, um es auf normalen Waldwegen auch mal krachen zu lassen. Auf der Straße reicht die Leuchtkraft auch auf Stufe 1 dicke. Noch nichts sagen kann ich über die Standzeiten des Akkus (18650 Batterie, aufladbar per USB-Schnittstelle) - das sollte sich aber spätestens am Samstag ändern ...


Freitag, 24. August 2012

Formtest: Drei mal auf den Feldberg

Nachdem ich es seit dem Wochenende in Ischgl ziemlich entspannt habe angehen lassen, wurde es mal wieder höchste Zeit für einen Formtest. Also direkt nach dem Frühstück (eine matschige Banane und zwei Latte Macchiato - keine empfehlenswerte Kombi) rauf aufs Rennrad und ab in Richtung Taunus. Den Feldberg sehe ich nicht - zu neblig. Aber ich weiß auch so was mich erwartet, die Strecke kenne ich im Schlaf. Über Bonames brettere ich mit Rückenwind nach Mammolsheim, nehme die aus dem Rennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" (Ich hoffe, der Erfinder des selten dämlichen Namens wurde schon mal ordentlich verprügelt dafür) bekannte gut 20prozentige Rampe und bin kurz darauf in Königstein. Kurz verschaufen, es wird flacher, dann die nächste Rampe raus aus dem Ort. Rotes Kreuz, Feldberg. Ging schneller als ich gedacht habe. Runter zur Hohemark, einmal durch den Kreisel, den gleichen Weg wieder bergauf und auch bergab. Rotes Kreuz, Königstein. Diesmal biege ich ab und nehme die steil abfallende Straße nach Bad Soden. Doch Geschwindigkeitsrausch ist relativ kurz, schon bin ich wieder in Mammolsheim und das Ganze von vorn: Rotes Kreuz, Feldberg, runter zur Hohemark. Nochmal rauf? Nö, es reicht. Ab nach Hause und die Daten auswerten. Fazit: Form geht so, ich war schon mal besser dieses Jahr. Aber in Anbetracht meiner Trainingsleistungen der letzten Zeit besser als erwartet.

Sonntag, 19. August 2012

Bike Night Frankfurt: Radeln gegen das neue Hessische Waldgesetz

Gegen den von der Landesregierung eingebrachten Entwurf zur Neufassung des Hessischen Waldgesetzes, der das Mountainbiken in Hessens Wäldern faktisch unmöglich machen würde, zogen gestern mehrere hundert Biker im Rahmen der vom ADFC organisierten Bike Night quer durch Frankfurt. Mountainbiken und ADFC - passt das zusammen? Nicht ganz aus meiner Sicht. Denn auch wenn die Deutsche Initiative Mountainbike ebenfalls am Start war, kam das Thema Waldgesetz für mich deutlich zu kurz. Mehr Raum für Radfahrer in der Stadt - das war dem ADFC als offizielle Vertretung der Drahteselfraktion offensichtlich wichtiger als die Verteidigung des Wald-Betretungsrechts für Jedermann. Mehr Parkplätze für Fahrräder, bessere Radwege, mehr Fahrspuren für Radfahrer – das waren die Themen, die im Vordergrund standen. Themen, die sicher auch wichtig sind, aber für mich momentan in der Prioritäts-Rangliste doch eher am unteren Rand rangieren. Das neue Waldgesetz und seine Einschränkungen wurden nur oberflächig angesprochen, zu wenig kam rüber, dass das neue Waldgesetz auch Wandern, Spaziergehen oder den Familienausflug so gut wie ausschließen würde. Aber OK - ein erstes Zeichen wurde gesetzt, viele bisher eher Gleichgültige, Zitat eines Teilnehmers "Das betrifft doch nur Mountainbiker" wurden informiert und über die Inhalte des Gesetzentwurfs aufgeklärt. Klar ist aber auch: will man das Gesetz verhindern, müssen weitere und gezieltere Aktionen folgen.

Alles Wichtige zum Hessischen Waldgesetz, geplante Aktionen gibt es hier: Open Trails Hessen

Montag, 13. August 2012

Vor einem Jahr: Kahnbeinbruch und Saisonende. Heute: Pause und abwarten

Kahnbeinbruch, war da nicht was? Yep, da war was: Krankmeldung. Heute, nach genau einem Jahr mit vielen schweißtreibenden Einheiten mit Gipsarm auf dem langweiligen Ergobike kann ich nur feststellen: alles gut. Der Knochen hält, die Verletzung behindert mich nicht mehr beim Biken. Auch die Form kam erstaunlich schnell zurück, mittlerweile merke ich aber, das mir einige Stunden Grundlagentraining fehlen, die Beine werden zunehmend schwerer. Immerhin: zum Ischgl Ironbike konnte ich mich nach langem Zögern noch aufraffen und auch die Platzierung war nicht ganz unerfreulich: Platz 50 gesamt, Platz 5 in der Klasse. Kein Grund, zu meckern. Aber trotzdem mache ich jetzt erst mal Pause. Zeit, Kraft zu tanken, ein paar lockere Touren ohne Trainings-Stress zu fahren und endlich auch Zeit, den ausstehenden Bericht zum Ironbike zu tippen.

Donnerstag, 2. August 2012

Vor der Brust: der Ischgl Ironbike.



Februar 2012. Gerade halbwegs wieder fit nach dem Kahnbeinbruch und auf der Suche nach einer Motivation für das harte Training auf dem Weg zurück zu alter Form, hatte ich die Super-Idee, mich nach der Sslzkammergut-Trophy auch noch zum Ischgl Ironbike anzumelden. Logisch, war ja immer schön da (Ironbike 2009, Ironbike 2010 und Ironbike 2011) Bis auf das Wetter vielleicht und die Qualen bei der Auffahrt zu Idalpe und Palinkopf. Aber sowas verdrängt man ja gerne und schon war ich angemeldet, das Startgeld überwiesen und die Zimmer gebucht. Doch jetzt das: die Luft ist raus bei mir. Leide seit der Salzkammergut-Trophy an akuter Unlust, mich an die Startlinie eines Rennens zu stellen, vom dafür notwendigen Training ganz zu schweigen. Was tun? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Anreisen werden wir, da die Zimmer sowieso bezahlt sind, ob ich aber auch zum Rennen starten werde, steht in den Sternen. Aber wie heißt es in der Ischgl-Werbung so schön? Relax. If you can. Es könnte sein, dass ich mich in diesem Jahr auf das Relaxen konzentriere.

Samstag, 21. Juli 2012

Frankfurt statt Euro-Bike: Trek geht neue Wege

War bisher die Euro-Bike in Friedrichshafen der Ort, an dem es für alle Marken galt, Händler zu treffen und neue Modelle vorzustellen, geht Trek 2012 erstmals einen anderen Weg: Statt am Bodensee schlägt die Trek World ihre Zelte zum ersten mal in Frankfurt am Main auf. Eine komplette Halle gefüllt mit allem aus der breiten Trek-Produktpalette. Rennräder, Mountainbikes in 26 und 29", Stadtflitzer, dazu die Anbauteile von Bontrager - zu sehen gab es vieles, was das Herz von Radsportfans höher schlagen lässt. Aber Konkurrenz zur Eurobike? Für mich nicht. Zu nüchtern die Präsentation, steril, irgendwie leblos. Wie ein Katalog zum Anfassen. Von wirklicher Begeisterung fürs Rad kam wenig bis nichts rüber, selbst die ausgestellten Pro-Bikes konnten daran nichts ändern. Dennoch gab es Sehenswertes - zum Beispiel das neue Superflyl in 29" mit unter 10 kg. Was sonst noch auffiel: 29er für Kleine sehen nach wie vor merkwürdig aus und die Bikewelt wird nach und nach immer bunter, es gab viele schöne Farben zu sehen:

Montag, 16. Juli 2012

Survivor: Salzkammergut-Trophy 2012 gefinished.

Aufstehen um 3:30 Uhr, Bikediebstahl bei Mitfahrer JB entdeckt, erzwungener Solo-Start im Morgengrauen, Bike wieder da, dafür Flasche weg, Platten und auch die gute Gruppe weg, 3 x Swantje und JB in Weissenbach, Gegenwind, Regen, Kälte, 3 Gels, 4 Riegel, unzählige Stück Kuchen, 7000 Höhenmeter, 215 Kilometer, überlebt und angekommen: als 34 der Altersklasse auf der Extrem-Strecke der Salzkammergut-Trophy 2012. Bericht und Bilder wenn ich wieder fit bin.

Montag, 9. Juli 2012

Erbeskopfmarathon 2012: Kissenschlacht statt Schlammschacht.



Kein Kunstwerk in grau, sondern das ganz normale Wochenendwetter im Sommer 2012: Regen. Und so gerne ich beim Erbeskopfmarathon gestartet wäre, um meinen Stockerl-Platz aus 2011 zu wiederholen - bei nur 14 °C und Dauerregen macht es erstens keinen Spaß und zweitens auch keinen Sinn - jedenfalls dann nicht, wenn der Saisonhöhepunkt nur ein paar Tage entfernt ist. Und so entschied ich mich schweren Herzens dafür, wieder ins Bett zu kriechen, statt nach Thalfang aufzubrechen. das Ersatzprogramm: Zuschauer beim Ironman Frankfurt. Auch mal schön, als Zuschauer am Rand zu stehen, wenn sich andere quälen.

Sonntag, 17. Juni 2012

Ultra Bike Kirchzarten: trocken und hart.

Zurück aus Kirchzarten. Und endlich: Das erste Rennen 2012 ohne Regen und Schlamm. Fast so gut wie das Wetter das Ergebnis - trotz einem erneuten Einbruch nach der dritten Rennstunde hat es noch gereicht für die Top 30 in einem super stark besetztem Feld. Ausführlicher Bericht und Bilder folgen.