Sonntag, 25. August 2013

Grand Raid: Fast gestorben, aber angekommen.

Brutales Rennen, brutales Wetter nachdem es sehr sonnig losging. Leider zu langsam, um dem Gewitter zu entgehen. Fazit: Durchgekommen bin ich. Mit knapp 30 Minuten Pause bei La Veille (einer der Streckenposten meinte, das Gewitter hört gleich auf und dann soll es auch wieder trockener werden - haha) und gefühlten 2 Stunde Pause am Pas de Lona im Aufwärmzelt. Vorher bei der Tragepassage schon total blau gewesen, oben dann so durchgefroren, das an Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Im Zelt ca 100 Menschen, von denen knapp 60 mit dem Hubschrauber ausgeflogen wurden. Habe lange überlegt, ob ich auch einsteige - nachdem ich zwei mal versucht hatte loszufahren, aber mit klappernden Zähnen nach 100 Metern wieder aufgegeben hatte. Zu guter Letzt wollte ich einfach mein Bike nicht zurücklassen - bin dann doch noch runtergezittert und kam so immerhin in den Genuss des Finisher-Status. Immerhin, auch wenn die Zeit indiskutabel ist eigentlich. Aber egal, überlebt. Heute morgen: Muskelkater. Nicht in den Beinen. Im Kiefer. Vom Zähneklappern.

Donnerstag, 22. August 2013

Krank: Ohne echtes Training zum Grand Raid.

Noch zwei Tage bis zum Grand Raid. Und langsam stellt sich bei mir mehr als nur die normale Grundanspannung vor Rennen ein: Ich habe die Hosen voll. Denn auch wenn ich die letzten drei Wochen wieder zu einem halbwegs normalem Trainingsmodus zurückgefunden habe – ich weiß, dass die Strecke in meiner momentanen Verfassung eigentlich viel zu hart für mich ist. Aber kneifen? Kommt nicht in Frage. Erstens weil ich nicht alleine am Start stehen werde. Zweitens, weil ich mir schon vor Wochen geschworen habe, es durchzuziehen, komme was da wolle. Und drittens, weil ich wenigstens eine schöne Tour in den Alpen fahren will, bevor der Sommer zu Ende geht. Ob ich das Ziel sehen werde? Sicher. Notfalls an Bord des Besenkarrens ...





Sonntag, 11. August 2013

Racetime: Der Bullau Bike-Marathon.

Nach Wochen der Rennpause, zwei schweren Stürzen und fast acht Wochen ohne echtes Training habe ich mich endlich mal wieder bei einem Marathon an den Start gestellt. Sehr kurz entschlossen und nach einer hammerschweren Trainingseinheit gestern ging es heute morgen in den Odenwald - zum Bullau Bike-Marathon. Bei bestem Wetter fiel pünktlich und zum Glück zu einer sehr Langschläfer-freundlichen Uhrzeit um 9.45 Uhr der Startschuss. Ich ging es sehr verhalten an - im Nachhinein auf der Strecke ein schwerer Fehler. Denn wer verhalten startet, verpasst die schnellen Gruppen, schon nach der Einführungsrunde hätte ich mir in den Popo beißen können dafür. Noch nicht mal drei Kilometer waren hier absolviert und ich fuhr schon alleine im Wind - hinter mir eine ganzer Tross Fahrer, von denen keiner in der Lage war, mal selbst in die Führung zu gehen. Die Lutscher wurde ich zwar nach und nach los - aber weiter nach vorne ging auch nix. Ich überholte zwar ständig, aber leider nur Fahrer der vorher gestarteten Mittelstrecke. Motivationstechnisch gar nicht gut und so ließ ich es in den zweiten Runde etwas schleifen, bis ich bei der dritten Durchfahrt des Start-Ziel-Bereichs die Info bekam, dass Platz 20 noch in Schlagdistanz liegt. Activator aufschrauben, reinschütten und noch mal aufs Gas drücken - kurz vor dem Ziel konnte ich tatsächlich noch ein paar Fahrer abfangen und  landete schließlich als siebter der Altersklasse im Ziel. Mit einem besseren Start wäre sogar das Podium drin gewesen - nicht so ganz schlecht nach den zurückliegenden Horrorwochen.  Der Optimus, beim Grand Raid doch bestehen zu können, ist damit wieder etwas gestiegen. Die nächsten zwei Wochen gilt es gut zu nutzen ...




Noch ein paar Worte zum Bullau Bike-Marathon: Nette und familiäre Veranstaltung. Die Strecke hat Spaß gemacht, obwohl auf der Langstrecke viele Teile mehrmals zu befahren waren. Es gab jede Menge flowiger Trails, die wie ein CC-Parcours in den Wald gebaut waren und noch mehr sehr schnell zu fahrende Schotterautobahnen. Zwei knackige Anstiege gab es zum Glück auch, so dass nicht nur die Bolzerfraktion mit den dicken Oberschenkeln zu ihrem Recht kam. Auch das Drumherum mit Anmeldung, Duschen und Verpflegung hat gepasst - die große Ausnahme: im Festzelt durfte geraucht werden. Mir trieb es schon beim kurzen Anstehen am Bratwurststand die Tränen in die Auge - geht gar nicht.

Sonntag, 21. Juli 2013

Einmal ist keinmal: Abgelegt zum Zweiten.

Endlich mal wieder Zeit, um aufs Rad zu steigen und was passiert? Ich lege mich derbe ab. Schon zum zweiten mal innerhalb von vier Wochen. Gut, beim letzten mal konnte ich nix dafür, da wurde ich im Rennen abgeschossen. Gestern war es entweder ein Fahrfehler oder die Folge eines Kettenklemmers beim Antritt. So genau weiß ich das leider nicht mehr, dafür kam der Sturz zu schnell und war der Einschlag zu heftig.  Die Folgen: die Hüfte ist wieder dick, dazu habe ich jetzt noch einen böse geschwollen Ellenbogen und auch die Tapete ist wieder ab. Kaputt scheint nix, konnte noch nach Hause biken und bewegen lässt sich auch alles. An Training heute war aber dennoch nicht zu denken - keine Lust die Wunden wieder aufzureißen und mit Dreck und Schweiß zu versauen. Diese Saison ist definitiv nicht meine ...


Dienstag, 16. Juli 2013

Sieht so beschissen aus, wie er sich anfühlt: Der Bürostuhl.

Mein Bürostuhl. Ganz frisches Foto, da ich natürlich immer noch hier im Büro sitze, während draußen langsam die Sonne hinter dem Feldberg versinkt. Mittlerweile ist das Ding platt gesessen nach im Schnitt knapp 70 Stunden/Woche. Ein Wunder, das ich es dennoch ab und an mal aufs Rad geschafft habe ...

Sonntag, 14. Juli 2013

Beschissener Tausch: Büro statt Bike.

Wieder ein Wochenende ohne Rennen. Statt auf dem Bike sitze ich im Büro. Und das nicht nur heute, sondern quasi seit zwei Wochen rund um die Uhr. Training? Mehr als eine schnelle kurze Runde oder mal 45 Minuten auf der Rolle waren nicht drin, stattdessen starre ich täglich 12 - 15 Stunden auf den Monitor meines Rechners. Logisch, dass zu allem Überfluss draußen endlich mal die Sonne scheint - irgendwie läuft dieses Jahr alles gegen mich und meine Pläne. Müdigkeit hoch, Motivation mal wieder total im Keller ...

Dienstag, 9. Juli 2013

Heimatbesuch: Schöne Rennradtour im Hunsrück.

Stippvisiten in meiner alten Heimat ohne ein Rad dabeizuhaben? Undenkbar für mich. Denn ganz besonders mit dem Rennrad lohnt sich ein Abstecher in den Hunsrück wirklich. Jedenfalls wenn man es nur sportlich betrachtet - die Strecken sind vielfältig, ziemlich anspruchsvoll, wenn man die richtigen Runden wählt und auch landschaftlich ganz schön. Für Genussradler und Tourenfahrer ist es nicht ganz so prickelnd - die Möglichkeiten zur Einkehr sind begrenzt, in den meisten Dörfern findet man nix. Schade eigentlich, den die Gegend hätte Potential. Wer es testen will - hier eine Tour, bei der sogar ein Einkehrschwung drin ist, denn es geht runter nach Bacharach am Rhein. Hier gibt es zum Glück zahlreiche Cafes und Lokale in denen man sich für den steilen Anstieg zurück auf die Hunsrückhöhen stärken kann. GPS-Daten gibt es auch: Rennradtour Bacharach