Renn- und Reiseberichte, Tests und News rund ums Biken und Rennradfahren
Sonntag, 21. Juli 2013
Einmal ist keinmal: Abgelegt zum Zweiten.
Endlich mal wieder Zeit, um aufs Rad zu steigen und was passiert? Ich lege mich derbe ab. Schon zum zweiten mal innerhalb von vier Wochen. Gut, beim letzten mal konnte ich nix dafür, da wurde ich im Rennen abgeschossen. Gestern war es entweder ein Fahrfehler oder die Folge eines Kettenklemmers beim Antritt. So genau weiß ich das leider nicht mehr, dafür kam der Sturz zu schnell und war der Einschlag zu heftig. Die Folgen: die Hüfte ist wieder dick, dazu habe ich jetzt noch einen böse geschwollen Ellenbogen und auch die Tapete ist wieder ab. Kaputt scheint nix, konnte noch nach Hause biken und bewegen lässt sich auch alles. An Training heute war aber dennoch nicht zu denken - keine Lust die Wunden wieder aufzureißen und mit Dreck und Schweiß zu versauen. Diese Saison ist definitiv nicht meine ...

Dienstag, 16. Juli 2013
Sieht so beschissen aus, wie er sich anfühlt: Der Bürostuhl.
Mein Bürostuhl. Ganz frisches Foto, da ich natürlich immer noch hier im Büro sitze, während draußen langsam die Sonne hinter dem Feldberg versinkt. Mittlerweile ist das Ding platt gesessen nach im Schnitt knapp 70 Stunden/Woche. Ein Wunder, das ich es dennoch ab und an mal aufs Rad geschafft habe ...
Sonntag, 14. Juli 2013
Beschissener Tausch: Büro statt Bike.
Wieder ein Wochenende ohne Rennen. Statt auf dem Bike sitze ich im Büro. Und das nicht nur heute, sondern quasi seit zwei Wochen rund um die Uhr. Training? Mehr als eine schnelle kurze Runde oder mal 45 Minuten auf der Rolle waren nicht drin, stattdessen starre ich täglich 12 - 15 Stunden auf den Monitor meines Rechners. Logisch, dass zu allem Überfluss draußen endlich mal die Sonne scheint - irgendwie läuft dieses Jahr alles gegen mich und meine Pläne. Müdigkeit hoch, Motivation mal wieder total im Keller ...
Dienstag, 9. Juli 2013
Heimatbesuch: Schöne Rennradtour im Hunsrück.
Stippvisiten in meiner alten Heimat ohne ein Rad dabeizuhaben? Undenkbar für mich. Denn ganz besonders mit dem Rennrad lohnt sich ein Abstecher in den Hunsrück wirklich. Jedenfalls wenn man es nur sportlich betrachtet - die Strecken sind vielfältig, ziemlich anspruchsvoll, wenn man die richtigen Runden wählt und auch landschaftlich ganz schön. Für Genussradler und Tourenfahrer ist es nicht ganz so prickelnd - die Möglichkeiten zur Einkehr sind begrenzt, in den meisten Dörfern findet man nix. Schade eigentlich, den die Gegend hätte Potential. Wer es testen will - hier eine Tour, bei der sogar ein Einkehrschwung drin ist, denn es geht runter nach Bacharach am Rhein. Hier gibt es zum Glück zahlreiche Cafes und Lokale in denen man sich für den steilen Anstieg zurück auf die Hunsrückhöhen stärken kann. GPS-Daten gibt es auch: Rennradtour Bacharach
Dienstag, 25. Juni 2013
Das geht unter die Haut: der UltraBike Kirchzarten 2013.
Autsch. Hart schlage ich auf einem der wenigen wirklich steinigen Strecken-Abschnitte auf, rutsche ein paar Meter durch die Botanik und ehe ich mich sammeln kann, ist die Gruppe, in der ich mich eben noch befand hinter der nächsten Ecke verschwunden. Mit ihr die Frau, die mich gerade unsanft vom Rad geschossen hat, als sie die Kontrolle über ihr eigenes verlor. Zu ihrem Glück gab ihr mein Hinterrad Halt. Zu meinem Pech mir dann aber keinen mehr. Abflug, mein linkes Bein ist vom Unterschenkel bis zum Popo tief aufgeschürft, auch die Schulter ist lädiert. Frauen am Steuer? Nicht nur im Straßenverkehr vielleicht also nicht eine ganz so gute Idee. Chauvi-Arsch höre ich es aus der Alice Schwarzer-Ecke rumoren, doch Stop – ich kann das Ganze natürlich empirisch mit absolut unbestechlichen Daten belegen: Anzahl der Rennen, bei denen ich von Männern vom Rad geschossen wurde: 0 Anzahl der Rennen, bei der ich von Frauen vom Rad geschossen wurde: 1 Verhältnis Männer zu Frauen bei den Teilnehmern: 100 zu 1. Mindestens. Noch Fragen? Zurück zum Rennen. Also, Gruppe war weg, dafür war der Gegenwind plötzlich da. Logisch, ich hatte ja auch kein Hinterrad mehr, um mich zu verstecken. Schade, denn bis hierhin lief es für mich überraschend gut. Ein perfekter Start, ein starker erster Berg, an dem ich locker sehr weit vorne mitfahren konnte und eine perfekte Gruppe für die langen Drückerpassagen danach – super. Alleine im Wind wurde das Rennen jetzt aber sehr schnell merklich zäher und so langsam bekam ich auch die dank des Heuschnupfens mangelhafte Vorbereitung und vor allem auch die fehlende Rennhärte zu spüren. Den Anschluss nach vorne zu finden, konnte ich vergessen, also hieß es Warten. Und ich wartete lange. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann endlich eine neue Gruppe mit der ich mitgehen konnte. Erholen. Hinten rein hängen. Abwarten. Klappt gut, die Kräfte kehren zurück. Schluck aus der Pulle, rein in die Verpflegung, Nachschub fassen. Die ganze Gruppe erwischt eine Flasche, ich rolle auf eins der kleinen Kinder zu, die die Verpflegung hier übernehmen und was macht der Lümmel: er zieht die Flasche weg, nimmt Reißaus und schaut mich aus sicherem Abstand mit großen Augen an. Ich bitte und bettele, keine Chance, erst seine Mutter oder Tante oder viel wahrscheinlicher – Betreuerin aus dem Heim für Schwererziehbare - kann ihn davon überzeugen, dass ich kein kinderfressender Waldschrat bin. Ich habe endlich meine Flasche, Gruppe habe ich keine mehr. Mit leisen Flüchen (vor Kinder auf keinen Fall Schimpfwörter, das haben mir diverse Mütter erklärt und ich will ja auch keine bleibenden seelischen Schäden hinterlassen) rausche ich von dannen. Und fast direkt rein in die Alpe de Fidlebrugg. Stimmung hier: wie immer geil. Die Zuschauer brüllen, toben, feuern an, was das Zeug hält. Alleine dieses kurze Erlebnis würde den Fortbestand des Rennens voll und ganz rechtfertigen, aber leider sind wohl nicht alle in der Gegend so MTB-freundlich gestimmt, wie die Zuschauer am Streckenrand. Ich genieße die Stimmung, und versuche mich für die letzten Kilometer noch ein letztes Mal zu pushen. Alleine, der Drops ist gelutscht, ich habe keine Körner mehr übrig. Habe ich schon erwähnt, wie beschissen ich die Kilometerangaben am Streckenrand finde? Ich rette mich über die letzten Hügel, lasse es in der Wiesenabfahrt noch mal so gut krachen wie es mir angesichts der vielen fahrtechnisch nicht so bewanderten Teilnehmer möglich ist und rolle als 34 der Altersklasse mit einer Zeit ins Ziel, die unter den gegebenen Umständen gerade noch so zufriedenstellend ist. Aber egal, Zeiten und Platzierungen sind das eine – viel wichtiger ist: Swantje begrüßen, eine Rotwurst vom Grill mampfen und die Stimmung im Ziel genießen. Danach quatschen mit guten Bekannten und Freunden, noch eine Bratwurst, ein kurzer Besuch bei den Sanitätern, um meine Wunden zu versorgen, dann ist es wie immer viel zu schnell vorbei: Abfahrt nach Hause. Hoffentlich bis zum nächsten Jahr.




Donnerstag, 20. Juni 2013
Rückkehr in den Rennbetrieb: Der Ultra Bike Kirchzarten wartet.
Ein offizielles Rennen, ein inofizielles ohne Zeitnahme, das auch noch zu einer der übelsten Schlamm-Schlachten wurde, an denen ich je teilgenommen habe – das ist die traurige Bilanz einer Saison, in der ich so viel auf dem Plan hatte, wie schon lange nicht mehr. Aber alle Pläne waren bisher Schall und Rauch, seit dem Riva Bike Marathon läuft kaum etwas so, wie es eigentlich hätte laufen sollen. Kaum gezieltes, planvolles Training, viele Rennen abgesagt oder ins Wasser gefallen und jetzt bremst mich auch seit gut zwei Wochen noch Heuschnupfen aus. Belastungen, die über den Grundlagenbereich hinaus gehen, sind derzeit undenkbar für mich. Ausgerechnet jetzt steht der Ultra Bike Kirchzarten vor der Tür, ein Rennen, das mir sowieso nicht so super liegt und das unter den gegebenen Voraussetzungen ganz bestimmt kein Zuckerschlecken wird. Aber schon wieder ein Rennen sausen lassen? Auf keinen Fall - wenn es gar nicht geht, wird es eben eine schöne Tour mit Verpflegung von außen.
Mittwoch, 12. Juni 2013
Im Test: Aminoskin Power, Endurance & Recovery.
Mehr Power, größeres Durchhaltevermögen, schnellere Regeneration – das alles verspricht Aminoskin. Das Wirkprinzip: unterschiedliche Aminosäuren werden als Creme aufgetragen und so direkt über die Haut der Muskulatur bereitgestellt. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein – deshalb habe ich das Angebot von Aminsoskin, die drei Produkte Power, Endurance und Recovery zu testen, gerne angenommen. Um den Test möglichst objektiv anzugehen, und ihn so zu mehr werden zu lassen, als nur einem Erlebnisbericht, habe ich ein Testprotokoll gewählt, das auch meinem normalen Leistungstest entspricht: 25 Minuten Warmfahren, dann ein klassischer Stufentest. Gestartet habe ich bei 100 Watt, nach jeweils drei Minuten Steigerung um 50 Watt, das Ganze durchgeführt auf einem SRM-Ergometer. Blieb das Problem, einen möglichen Placeboeffekt irgendwie zu vermeiden. Der einfache Trick: Zwei Tests in kurzem zeitlichen Abstand – einmal mit den Aminoskin-Cremes, einmal mit Allgäuer Latschenkiefer. Bei welchem Test welches Produkt zum Einsatz kam, wusste ich dabei nicht – es wurde mir blind aufgetragen, die Auflösung erfolgte erst nach dem zweiten Durchgang.
Die Anwendung: Beim Auftragen rochen beide Cremes angenehm, die Aminoskin zog etwas schwerer ein und ließ sich etwas schlechter auftragen, als die von Allgäuer Latschenkiefer, gefühlt war es auch etwas klebriger. Insgesamt brauchten so die Aminsoskin-Produkte mehr Zeit, um sie einzumassieren.
Die Performance: kein Unterschied zwischen Aminoskin und Allgäuer Latschenkiefer. Die Auswertung zeigt sehr klar, dass in den einzelnen Stufen, die Abweichungen minimal sind, teilweise sind sie bis auf eine Kommastelle identisch. Von einer Wirkung, gar einer signifikanten, kann also keine Rede sein. Sowohl Test 1 (mit Aminsoskin), als auch Test 2 (Allgäuer Latschenkiefer), weichen auch zu vorangegangenen Tests im Rahmen der üblichen Trainingsbeobachtung und – steuerung nicht auffallend nach oben ab. Auszuschließen ist deshalb, dass die Unterschiede nur deshalb nicht bestehen, weil beide Cremes eine phänomenale leistungssteigernde Wirkung entfalten.


Das Fazit: Keine der versprochenen, leistungssteigernden Wirkungen war im Test zu erkennen. Mein Leistungsvermögen blieb leider genau so konstant, wie ich das auch vor dem Test erwartet hatte. Bedauerlicherweise – die Chance durch Eincremen besser zu werden, hätte ich natürlich gerne in Anspruch genommen ...
Die Anwendung: Beim Auftragen rochen beide Cremes angenehm, die Aminoskin zog etwas schwerer ein und ließ sich etwas schlechter auftragen, als die von Allgäuer Latschenkiefer, gefühlt war es auch etwas klebriger. Insgesamt brauchten so die Aminsoskin-Produkte mehr Zeit, um sie einzumassieren.
Die Performance: kein Unterschied zwischen Aminoskin und Allgäuer Latschenkiefer. Die Auswertung zeigt sehr klar, dass in den einzelnen Stufen, die Abweichungen minimal sind, teilweise sind sie bis auf eine Kommastelle identisch. Von einer Wirkung, gar einer signifikanten, kann also keine Rede sein. Sowohl Test 1 (mit Aminsoskin), als auch Test 2 (Allgäuer Latschenkiefer), weichen auch zu vorangegangenen Tests im Rahmen der üblichen Trainingsbeobachtung und – steuerung nicht auffallend nach oben ab. Auszuschließen ist deshalb, dass die Unterschiede nur deshalb nicht bestehen, weil beide Cremes eine phänomenale leistungssteigernde Wirkung entfalten.
Das Fazit: Keine der versprochenen, leistungssteigernden Wirkungen war im Test zu erkennen. Mein Leistungsvermögen blieb leider genau so konstant, wie ich das auch vor dem Test erwartet hatte. Bedauerlicherweise – die Chance durch Eincremen besser zu werden, hätte ich natürlich gerne in Anspruch genommen ...
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