Sonntag, 15. Dezember 2013

Wetterfrust und wie man damit umgeht: Indoor-Fahrtspiel.

Nebel, Nieselregen, alles grau in grau. Wie schon die ganze Woche war der Blick aus dem Fenster heute morgen echt alles andere als motivierend. Innerer Schweinehund vs Jörg 1:0. Erst mal Frühstück, ein bisschen auf dem Sofa rumlungern, lesen, Training abhaken. Doch jedes mal wenn ich den Blick vom Buch hebe sehe ich das verdammte Ergo direkt vor mir stehen, nach zwei Stunden war ich weichgekocht. Wenigstens 60 Minuten KB sollten doch gehen. Innerer Schweinehund vs Jörg 1:1. 105 Minuten später bin ich im Arsch, aus der KB-Einheit wurde ein verschärftes Indoor-Fahrtspiel mit ein paar Hammer-Intervallen. Innerer Schweinehund vs Jörg 1:2. Als ich aus der Dusche komme, scheint dann übrigens endlich die Sonne - ab zum Weihnachtsmarkt, Kinderpunsch! und Bratwurst locken ...

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Im Test: DryFluid Bike Gleitstoff.

Jeder Biker kennt das: im Keller stapeln sich Flaschen mit Kettenöl. Alle mehr oder weniger angebrochen, keins bis auf den letzten Tropfen aufgebraucht. Wie auch, wenn keins der Mittel wirklich überzeugt. Das eine ist zu dick und zieht Schmutz an, wie das Licht die Motte, das andere schmiert nicht, sondern verklebt die Kette und das nächste verliert jede Schmierwirkung, sobald es mit einem Tropfen Wasser in Berührung kommt. Auch auf Testberichte ist hier nur bedingt Verlass, denn ein Mittel, das bei Sonne und auf der Straße gut funktioniert, tut dies nicht automatisch bei Schlamm und Dreck. Logisch also, dass ich sofort aufmerksam wurde, als im Forum eines bekannten Radsport-Magazins Berichte zu DryFluid Ketten-Gleitstoff auftauchten. Kein Verkleben der Kette, kein Anziehen von Dreck, lang haltender Schmierfilm, universell einsetzbar. Doch wieder ein neues Mittel kaufen, um es selbst zu testen? Kurzerhand bat ich den Hersteller um ein Testmuster, das ich zusammen mit den Versprechen, sicher nie wieder ein anderes Schmiermittel zu nehmen, prompt erhielt. Vielen Dank dafür – morgen startet der Test. Bin gespannt ...


Dienstag, 26. November 2013

Leistungsstreifen statt Frostbeulen: Ein Fazit.

Nach zwei eiskalten Tagen in Deutschland ein Fazit unseres Gran Canaria-Trips. Die Kurzfassung: Fast super. Die Langversion: Auf Gran Canaria ankommen und wohlfühlen? Fällt aus - zumindest, wenn man an der Playa del Ingles ausgespuckt wird. Zu viel bröckliger Beton, zu viel schlechte Architektur, zu viele herunter gekommene Hotels. Schön geht anders, auch wenn man zumindest beim Blick ins Landesinnere schon erahnen kann, das Gran Canaria auch andere, schöne Seiten hat. Wir hatten immerhin bei der Hotelsuche ziemlich viel richtig gemacht, denn das Gran Canaria Princess wurde erst ganz knapp vor unserer Ankunft nach einer mehrmonatigen Renovierung wieder eröffnet. Die Zimmer waren relativ schick, und auch das Restaurant und die anderen öffentlichen Räume und der Poolbereich ansprechend gestaltet. Auch das Essen war für Hotelmaßstäbe gut. Einziges Manko: das Hotel liegt ungünstig zwischen der GC 500 und einer weiteren viel befahrenen Straße und bietet so den Geräuschpegel einer mittleren Kleinstadt. Außerdem gab es noch kein Wlan auf den Zimmern, aber das wird sicher in den nächsten Tagen passieren. Der Service war gut, das Personal überall nett. Und für uns ganz wichtig: die Räder konnten auf den Hotel-Balkon. Insgesamt für das Hotel also eine klare Empfehlung. Auch eine klare Empfehlung bekommt der Radverleih, bei dem wir unsere Räder gemietet haben. Bei Free-motion bekamen wir fast nagelneue Cannondale-Bikes in 1a-Zustand, die schnell und perfekt auf unsere Bedürfnisse und Maße umgebaut wurden. Wir hatten Rennräder, aber auch die Mountainbikes im Verleih sahen sehr gepflegt und neu aus. Dazu bietet Free motion auch geführte Touren an, die wir aber nicht in Anspruch nahmen. Was sonst noch? Gran Canaria an sich. Aus Radsport-Sicht  mindestens so gut wie Mallorca. Die Begeisterung über die vielen Möglichkeiten lässt sich gut an den Beschreibungen der einzelnen Trainingstage ablesen, deshalb hier nichts mehr dazu. Kommt man allerdings nicht nur zum Trainieren, sondern auch zum Urlauben auf die Insel, würde ich zumindest einen ganz weiten Bogen machen um die Playa del Ingles. Null Charme, dafür viel RTL II. Die anderen Retorten-Urlauber-Ghettos sind zwar nicht viel hübscher, aber so  schlimm wie hier sah es sonst nirgends aus. Am schönsten und ruhigsten ist es Landesinneren, hier ist Gran Canaria sicher eine Reise wert. Insgesamt also: 5 von 5 Sternen für das Trainingsrevier, 3 von 5 aus Urlaubersicht, 0 von 5 für Playa del Ingles.


Montag, 25. November 2013

Leistungsstreifen statt Frostbeulen: Adios Gran Canaria.

Hola. Leider nicht mehr aus Gran Canaria, sondern schon aus dem eiskalten Frankfurt. Weil ich wusste, was uns hier temperaturmäßig erwartet, heute morgen doch noch mal aus Rad gesetzt und eine letzte Runde in kurz/kurz gedreht. Eine zum Genießen und Abschied nehmen ...





Samstag, 23. November 2013

Leistungsstreifen statt Frostbeulen: Knoblauch im Nebel.

Vampire? Die nächsten Tage sicher kein Problem für mich, denn der Koch des Casa Melo hatte offensichtlich ein paar Koblauchzehen zu viel. Die Tomatensauce meiner Nudeln war lecker, aber ziemlich heftig gewürzt. Egal,  denn um uns herum waberte dichter Nebel, es war nicht mehr ganz so warm und außerdem war ich ziemlich platt und etwas Warmes musste her. Also Nudeln mit Knoblauchsauce. Was es sonst gab? Ein letztes mal den Anstieg von Mogan zum Tauropass, eine wunderbare Abfahrt über Santa Lucia und die Küstenstraße tatsächlich zum ersten mal ohne Wind.  Morgen dann Rückflug in den Winter, für die Mitflieger hoffe ich, das meine Knobifahne bis dahin Geschichte ist ...




Freitag, 22. November 2013

Leistungsstreifen statt Frostbeulen: KB-Runde zum Stausee.

Aktive Erholung Gran Canaria-Style: nur ein kurzer Berg, dann ab zum Meer und die Beine im Sand ausstrecken. Top. Vor allem, wenn man einen Platz am Strand findet, der einem den Anblick des mitteleurpäischen Fettgeschwaders erspart, das die Playa del Ingles komplett besetzt hält. Eklig. Und damit ganz anders als der Rest der Insel, denn der ist echt eine Reise wert.







Donnerstag, 21. November 2013

Leistungsstreifen statt Frostbeulen: Im wilden Westen.

Kilometer 30, ich lassen den Abzweig zum Tauropass hinter Mogan zurück und betrete Neuland. Jedenfalls mit dem Rad, mit dem Mietwagen waren wir schon hier aber trotz der deutlich mehr PS: auf dem Rad macht es mehr Spaß. Erst Recht, wenn die Sonne scheint, der Wind nur mäßig bläst und die Beine so gut sind wie heute. Ich donnere nach La Aldea des San Nicolas, beige rechts ab und bin in einer Wildwestkulisse. Eine schmale Straße windet sich durch eine enge Schlucht nach oben, an den Steilstufen türmt sich Spitzkehre über Spitzkehre. Klasse. Nur blöd, das weit und breit keine Bar, Tankstelle oder Restaurant zu sehen ist,langsam geht mir das Wasser in den Flaschen aus. Mit den letzten Tropfen erreiche ich Atenara, links eine Tankstelle, fast wie am Kloster Lluc. Nur ohne Hürzeler-Grupetto-Fahrer. Ich fülle die Flaschen und nehme den letzten längeren Anstieg des tages, erreiche San Bartolome, wo mich Swantje erwartet und gemeinsam düsen wir zurück zur Playa del Ingles. Nicht ohne Zwischenstopp in Fataga natürlich - heute habe ich mir den Kuchen redlich verdient ...