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Freitag, 18. Mai 2012

Eine Italienreise: Impressionen vom Bikefestival Riva del Garda

Wenn ich schon krankheitsbedingt – der blöde Virus legt mich immer noch lahm – weder trainieren noch Rennen fahren kann, muss ich mich wenigstens ein wenig aufmuntern. Am besten gelingt mir das, wenn ich an den Kurzurlaub zum Bikefestival in Riva denke. Leckeres Eis, leckere Pizza und Pasta, Spritz zum Sonnenuntergang in Arco, super Touren mit dem Rennrad und auf dem Mountainbike, dazu meist perfekte Wetter und die tolle Atmosphäre beim Bikefestival. Das ganze ohne Trainingsstress. sondern ziemlich entspannt und locker - vielleicht gerade deshalb die beste Vorbereitung in die Saison, die ich bisher hatte.

Montag, 7. Mai 2012

Riva del Garda Bikefestival 2012. Platz 14 auf der Ronda Piccola.

Das erste Rennen nach dem Kahnbeinbruch und gleich das erste brauchbare Ergebnis: Platz 14 auf der Ronda Piccola beim äußerst stark besetzten Bikefestival in Rival del Garda. Geplant hatte ich eigentlich mindestens die Ronda Grande zu fahren, doch Schmerzen in der immer noch nicht 100prozentig verheilten Hand ließen mich nach dem dritten Gardasee-typischen Rütteltrail auf die kleine Runde abbiegen. Wäre ich den Start und den ersten langen Anstieg aufgrund der ursprüngliechen Rennplanung nicht so verhalten angegangen, wäre sicher ein Platz in den Top Ten möglich gewesen. Aber auch so bin ich ziemlich zufrieden. Mehr als ziemlich zufrieden bin ich mit den Touren, Trainingsrunden, Eis- und Pizzaerlebnissen, die vor dem Marathon lagen - vor allem, weil das Wetter im Großen und Ganzen echt traumhaft war. Mehr folgt demnächst ...

Bikefestival Riva del Garda 2011: Dumm gelaufen.

"AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHH" Mein wütender Schrei ist sicher bis runter nach Riva zu hören. Selbst stehe ich auf einer der typischen Gardasee-Schotterrampen bei Kilometer 53 des Riva del Garda-Bikemarathons. Die Kurbel sitzt fest, lässt sich nicht mehr drehen. Wie es aussieht: Lagerschaden. Fahrer um Fahrer ziehen an mir vorbei und ich bin aus dem Rennen. Fluchend nehme ich den langen Weg zur nächsten Verpflegungsstelle wieder auf. Zu Fuß. Schiebend. Bergab kann ich es rollen lassen, berghoch laufe ich. 7 Kilometer später erreiche ich die Verpflegungsstelle, überlege kurz wenigstens die Ronda Grande zu finishen, aber weitere 20 Kilometer laufen und rollen? Um dann in der Ergebnisliste irgendwo am Ende zu stehen? Sinnlos. Ich pfeffere stinksauer mein Bike in die Büsche und gebe das Rennen endgültig auf. Glück im Unglück: es gibt einen Besenwagen und ich werde abgeholt. "Wann?" "Eine Stunde". "Eine Stunde?" "Si." Es wird eine sehr bittere Stunde. Zu viele Biker ziehen an mir vorbei und jede Minute wird mir klarer, wie weit ich mich schon durchs große Feld nach vorne gekämpft hatte. Alles umsonst. Das Tempogebolze auf den ersten 5 Asphaltkilometern, das Vorbeilaufen am Stau am ersten Anstieg und auch die wilden Attacken auf den wenigen Streckenabschnitten, an denen ich wirklich mal freie Fahrt hatte. Schade – aber nicht mehr zu ändern.


Epilog: Im Ziel angekommen, fanden die Specialized-Mechaniker die Ursache schnell: die Schrauben des kleinen Kettenblatts hatten sich gelöst und in den Rahmen gefräst. Kein Lagerschaden also, sondern nur eine zerfurchte Lageraufnahme. Ob ich mich darüber jetzt freuen soll, weiß ich auch zwei Tage später noch nicht...