Renn- und Reiseberichte, Tests und News rund ums Biken und Rennradfahren
Montag, 11. Juni 2012
UltraBike Kirchzarten: nächster Formtest
Nachdem die CraftBilke TransGermany ohne mich stattfand und ich auch für den Marathon in Rhens passen musste, habe ich mich entschieden, ein weiteres mal beim UltaBike in Kirchzarten an den Start zu gehen. Die Wünsche fürs Rennen: für mich bessere Beine als zuletzt beim SportScheck-Marathon am Tegernsee und für alle Teilnehmer besseres Wetter als bei der Ausgabe 2011 (UltraBike Kichzarten 2011).
Samstag, 9. Juni 2012
Craft Bike TransGermany: die Schlussetappe
Letzte Etappe der Craft Bike TransGermany von Seefeld nach Garmisch. Und blieben die Teilnehmer bisher vom Regen verschont, traf es sie heute umso heftiger: Dauerberieselung auf der ganzen Strecke, aber irgendwie wäre eine TransGermany ohne Regen ja auch nicht komplett. Nichts anhaben konnte das Wetter den Gesamtführenden bei den Männern und Frauen – Cristoph Sauser und Milena Landtwing fahren ihre Führung souverän nach Hause. Auch bei den Mastern bleibt alles beim Alten – Andreas Strobel holt sich den Titel vor Carsten Bresser und Andreas Laner. Nur zu gerne hätte ich gewusst, wie ich im Vergleich zu den absoluten Top-Fahrern meiner Altersklasse abgeschnitten hätte - mal sehen, vielleicht wieder im nächsten Jahr ...


Freitag, 8. Juni 2012
Craft Bike TransGermany: Die dritte Etappe von Lermoos nach Seefeld
Neues Terrain für die Craft Bike TransGermany. Heute ging es zum ersten mal in der Geschichte des Etappenrennens nach Seefeld. Eine Etappe, die auch ich nur zu gerne in Angriff genommen hätte – auch wenn ich gegen den Tagessieger von heute,Thomas Litscher, sicher keine Chance gehabt hätte. In einem spannenden Zielsprint schlug er Matthias Betiinger und den weiter souverän in der Gesamtwertung führenden Christoph Sauser. Bei den Damen hat die Overall-Leaderin erneut etwas von ihrem Vorsprung auf Elisabeth Brandau eingebüsst - da könnte es morgen auf der Schlussetappe auch noch mal spannender werden, als gestern noch gedacht. In "meiner" Altersklasse führt weiterhin Andreas Strobel, auch wenn er heute bereits zum zweiten mal in Folge den Tagessieg dem Scott-Teampiloten Andreas Laner den Etappensieg überlassen musste.
Donnerstag, 7. Juni 2012
Craft Bike TransGermany: Sauser deklassiert die Konkurrenz
Auch die zweite Etappe der Craft Bike TransGermany von Pfronten nach Lermoss ist Geschichte. Wieder als erster im Ziel der Schweizer Christoph Sauser. Diesmal siegt er vor Matthias Leisling von BlackTusk und Markus Kaufmann. Bei den Damen holte sich Elisabeth Brandau den Sieg.
Mittwoch, 6. Juni 2012
Sauser erobert Führungstrikot
Titelverteidiger Christof Sauser sichert sich am letzten Berg auch den Sieg der ersten Etappe der diesjährigen Trans Germany vor Matthias Bettinger und David George. Bei den Frauen hat Milena Landtwing die Nase erst mal vorn, auf Platz zwei ist Pia Sundstedt ins Ziel gerollt. Für mich unpackbar: die Zeiten, die gerade die ersten 5 der Männer-Wertung in den Schotter gebrannt haben. Freue mich schon auf den zweiten Tag und bin gespannt, ob die Führenden dieses Tempo bis zum Ende durchziehen können ...
Gestartet: die Craft Bike TransGermany 2012
Heute pünktlich um 10.00 fiel der Startschuss zur Craft Bike TransGermany 2012. Topfavorit und Titelverteidiger Christof Sauser steht ebenso am Start wie der starke Südafrikaner David George und der Deutsche Meister Markus Kaufmann. Nicht am Start stehe leider ich - zum ersten mal seit 4 Jahren eine Saison ohne Etappenrennen für mich. So bleibt mir nichts anders übrig, als mit ein bisschen Wehmut den Liveticker der Trans Germany zu verfolgen. Mal sehen, wer heute auf der ersten Etappe von Sonthofen nach Pfronten das Rennen macht ...
Montag, 4. Juni 2012
Baden gehen am Tegernsee: der Sport Scheck Bike-Marathon
"Müsste das nicht im Tegernsee heißen?", höre ich schon so manchen Besserwisser fragen? "NEIN", motze ich zurück. Schließlich war ich nicht mit Quitscheentchen, Badehose und Schwimmflügeln unterwegs, sondern mit dem Bike. Immer wieder rauf, runter, wieder rauf, noch mal runter, immer sausteil und gar nicht leicht. Vor allem, wenn man sich vorgenommen hat, nur am oberen Rand zum GA2-Puls-Bereich zu fahren, weil man der eigenen Gesundheit, nach knapp zwei Wochen Krankheit noch nicht so Recht traut. Doch trotz der vielen harten Anstiege und der noch härteren Rampen, die der nette Veranstalter in die vielen harten Anstiege gepackt hatte, ging es erstaunlich gut. Relativ entspannt kurbele ich so über Kistn, Bäckeralm und Jagahüttn zum Spitzingsee, genieße das schöne Panorama und rolle dennoch viele der in den Blöcken vor mir gestarteten Biker auf. Heisa, das läuft gut heute. Rauf zum Schinder mache ich weitere Plätze gut und immer noch könnte ich fröhlich ein Liedchen pfeifen, so fit fühle ich mich. Na gut, ein kurzes Liedchen. Und davon die erste Strophe. Doch stattdessen schieße ich erst mal wieder bergab. Ein schlammiger Wiesentrail auf dem mir weitere Mitkonkurrenten freiwillig Platz machen, indem sie sich mal kurz zum Verschnaufen ablegen. Oder doch, weil es so matschig und rutschig ist? Zum Glück habe ich richtige Reifen drauf und nicht so Rennpellen ohne Profil. Denke ich und grabe mein Vorderrad in ein besonders garstiges Schlammloch ein. Gekonnt segle ich über den Lenker und lande die Füße voraus. SCHLLLUUUURRRRFFF macht es, als ich die Füße aus dem Matsch ziehe. Immerhin stecken die Schuhe noch dran und das macht das Laufen jetzt doch deutlich angenehmer. Doch ein paar Meter später kann ich es wieder rollen lassen bis nach Kreuth und schon geht es auf den Wallberg. Nicht über die Rodelbahn, sondern über den Forstweg, weil der viele Regen den Weg zu sehr in Mitleidenschaft gezogen hat. Uff, weniger Höhenmeter, weniger Steigungsprozente und weniger Probleme, den Puls zu kontrollieren. Dann der vielleicht schönste Trail, den ich bisher in einem Marathon gefahren bin, der Wallbergtrail. Wurzelig, felsig, ein paar Absätze und Rinnen, aber nie zu steil und insgesamt ziemlich flowig. Und trotz der Nässe erstaunlich gut fahrbar. Eigentlich müsste so ein Weg endlos sein, doch schon höre ich die warnenden Rufe der Streckenposten –


Achtung! Abbremsen! Langsam!– der Spaß ist vorbei. Eine Kehre um die Talstation der Wallberg-Bahn – Huhu Swantje und es tut mir echt leid, dass ich nicht angehalten habe – und schon rase ich im Pulk zur letzten Streckenteilung. Links geht es für die Strecken B und C ins Ziel, die Verrückten fahren rechts weiter auf der D. Also rechts. Direkt in die Verpflegung, noch mal Iso fassen und weiter Richtung Kühzagl. Steil ist es und mein Puls schießt nach oben. Außerdem scheint der Reifen am Boden zu kleben. Ist der Reifen platt? Kurzer Blick zurück. Nein, der Reifen ist nicht platt. Schluck aus der Pulle. Mist, relativ dünn gemischt. Hätte ich nur bei Swantje angehalten und mir die eigene Flasche geschnappt (Aber es tut mir auch so leid, das ich so durchgerauscht bin, ehrlich). Gut, dann ein Gel. Und zur Sicherheit noch ein Activator hinterher. Doch zu aktivieren ist da nix mehr – ich werde langsamer und langsamer. Sehr zur Freude meiner Mitstreiter. Die einen ziehen davon, die anderen überholen mich gruß- und gnadenlos. Jetzt könnte ich mich etwas bedauern, aber selbst dazu fehlt mir die Kraft. Ich könnte auch auf den Tacho schauen, um zu schauen, wie weit es noch bis ins Ziel ist, aber dazu fehlt mir der Mut. Also treten. Rechtes Bein, linkes Bein, Zeitlupe. Dann bin ich oben und kann mich endlich erholen denn wie immer: nach hoch kommt runter. Leider nur kurz und noch leiderer - es geht noch mal rauf. Steil auf Asphalt, eine freundliche Wanderin meint "Gleich habt ihr's geschafft". Aber nix ist geschafft. Es geht weiter hoch. Noch steiler als eben. Und obwohl der See tief unter mir liegt – jetzt gehe ich baden. Nix geht mehr, ich muss vom Rad und schieben. Wenigstens Laufen? Nö, dazu ist es viel zu warm und ich bin viel zu fertig. Und außerdem muss ich das verdammte Bike, das viel zu schwer ist, dauernd über Wurzeln und Steine heben, denn dummerweise hat der blöde Veranstalter auch noch einen Trail in die Passage eingebaut. Wenigstens sind die Konkurrenten jetzt freundlicher und fragen höflich, ob ich sie gerade mal eben vorbei lassen könnte. Mache ich natürlich. Obwohl ich ihnen wenn ich ehrlich bin, am liebsten einen Stock zwischen die Speichen – aber das gehört sich ja nicht. Gefühlte Stunden später bin auch ich endgültig oben, eine letzte rasante Wiesen-Abfahrt und dann rolle ins Ziel. Dort empfängt mich Swantje, Knutscher, und Bratwurstduft. Hunger? Viel zu fertig. Und so passiert, was mir noch nie nach einem Rennen passiert ist: ich fahre nach Hause, ohne im Ziel auch nur eine einzige Bratwurst verdrückt zu haben ...
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